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 Altar des Blutes

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Dmon
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BeitragThema: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 04:13

...Einer von insgesamt III spirituellen Geheimsektoren aus den alten Schriften und Zitaten der Nekromantie. Ein unheiliger Ort, wo Finsternis das Licht und Tod die Fruchtbarkeit der kalten Erde verzehrt. Alle 3000 Jahre zum Sabbat des Blutes, versammeln sich die alt Gelehrten unter den Nekromanten am Altar des Blut-Opfers, um die Zeremonie des willenlosen Fleisches und der Zerstörung zu feiern. Mehr noch... um ihr Sortiment an 'Marionetten' zu vergrößern...
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 20:01

-> Magierakademie

…Aus der Entfernung sah es aus wie eine Obsession von Vampiren…
Er war natürlich wieder einer der Letzten… Der weiße Geist stahl sich durch die Dunkelheit der klammen Nacht. Gleich einem feinstofflichen Gespenst mit rasselnden Ketten an Armen und Beinen, waren es doch nur Knochen seiner Opfer an feinen Fäden, waberte die Fassette des rotäugigen Teufels zwischen den krumm und schief stehenden Bäumen, oder was auch immer noch von diesen übrig war, einher. Ein kleines, schwaches Licht in der pechschwarzen Wüste. Seine Schritte waren erfüllt von gelassenem Gemach. Obwohl er doch wusste, sich eilen zu müssen, tat er dies nicht. Die Gedanken des Nekromanten waren woanders. An einem Ort nicht weit von hier, den es noch gab, jedoch nicht mehr lange… Die langen, knöchernen Finger der Kreatur streichelten über die vom Mondlicht ausgeblichenen Knochen, die eine leise Melodie der Qual spielend an seinem Gürtel hingen. Es war immer wieder eine Freude, sein Sortiment zu vergrößern…

Die Finsternis wurde gespalten von dem Licht grün erstrahlender Fackeln, die den Besuchern den Weg zum Altare wiesen. Vereinzelt tauchten Geister aus den Eingeweiden der Wüste auf, die auch wie Daemon dem Ruf der Einladung folgten. Bereits aus der Ferne ließ sich das Ausmaß dieses 3000 jährigen Festivals ersichten. Wer hätte gedacht – jemals angenommen – wie viele dieser unwürdigen Gestalten rund um die Welt einher und umher kursierten? Man sah sie immer nur vereinzelt. An geheimen und verlassenen Orten. In der Nacht, oder in ihren Kammern. Für die Menschen wollten sie nicht existieren. Die Nekromantie… nur ein böses Märchen. Doch dieses Ereignis bewies das absolute Gegenteil. Hunderte… vielleicht sogar Tausende… Sie alle waren hier versammelt und standen mit Würde und Faszination ihren Posten. Seine ‚Kontaktperson’ ging für seine Augen in dieser beeindruckenden Masse von Schülern und ihren Meistern, von Neulingen und alten Gelehrten vollkommen unter. So wie auch er, kaum übertrat er die Schwelle zum Feste, wo Stimmen Besitz über die Stille ergriffen hatten. Auch er war nur einer von Vielen, die in der Masse untergingen.

‚Hoffentlich sehe ich diesen alten Sack nie wieder…’ Wunsch, oder mögliche Wahrheit?

In diesem Gewirr hatte er hohe Chancen seine Hoffnungen wahr werden zu lassen…
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Ker
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 20:30

Natürlich war ihm nicht wohl… Mochte zwar sein, dass er selbst nicht an seinen Fähigkeiten zweifelte und sich nicht unbedingt fürchtete, aber ihm war durchaus bewusst, dass er bei solch einem Anlass nur ein kleiner Fisch wäre, ein sehr kleiner… Seine Lebenserfahrung war lächerlich im Gegensatz zu der vieler der Wesen, die sich hier versammeln würden. Am Ende war es nicht das, was zählte, denn dieses ‚Treffen’ vereinte ja hauptsächlich eine Überzeugung, einen Lebensweg, simpel gesagt eine Art der Magie, die doch mehr als das war und das wusste man auch, wenn man erst einmal damit in Berührung gekommen war. Zu alledem konnte niemand behaupten es war nicht gefährlich, egal von welcher Seite man es sah, denn freundlichen Umgang sollte man sicher nicht einmal untereinander erwarten, wenn es sich um Nekromanten handelte. Fakt war aber, und das wurde nur deutlicher umso länger er darüber nachdachte… dass er im Grunde wirklich wenig Ahnung hatte, nicht einmal wirklich Kontakt mit anderen Nekromanten gehabt hatte und das nicht so einfach hinzunehmen war. Immerhin war inzwischen sein ganzes Leben auf diese Künste fixiert und so gut er auch allein klar kam, wenn er mehr lernen wollte, musste er irgendwann die Gesellschaft anderer ‚seiner Art’ suchen und da war dieser Anlass fast schon so etwas wie ein Schicksalsschlag gewesen, genauso die Tatsache, dass er zufällig davon erfahren hatte.

Schon eine Weile hielt er sich nun in der Gegend auf. Immerhin hatte Ker früh genug davon erfahren, um sich mehr und mehr in Richtung Süden zu begeben und es hatte ihn ja eh schon zuvor in dieses Gebiet gezogen. So hatte er auch beobachten können wie alles langsam in die Gänge gekommen war, während er allerdings Abstand von den Massen gehalten hatte. Natürlich war er zu stolz um zuzugeben, dass er ein Stück weit einfach nervös war, aber gerade weil es so eine ungewohnte Situation war und er kein Freund von großen Versammlungen im Allgemeinen, hatte er sich alles erstmal etwas vom Rand her angesehen, auch wenn das wahrscheinlich noch auffälliger gewesen war als hätte er sich einfach gleich unter die ersten Ankömmlinge gemischt.

Letztendlich hatte die Neugier aber gesiegt und er hatte damit begonnen sich zwischen den verschiedenen Gestalten hindurchzudrängen, um mehr zum Kern alle dessen zu gelangen. Was ihn nun wirklich erwartete, wusste er nicht mal, aber es gab einen begrenzten Raum an Möglichkeiten, wenn man sich die Umstände betrachtete. Auf die Leute um ihn herum achtete er nicht wirklich, aber ihm war auch so bewusst, dass er wahrscheinlich etwas fehl am Platz wirkte. Immerhin sah er eigentlich aus wie ein ‚ganz normaler Mensch’ und war nicht einmal volljährig. Man musste den üblichen Klischees ja nicht in Gänze folgen.

Irgendwo kam er schließlich zum stehen, an irgendeinem Punkt, mitten in der Masse. Sein Blick war eher auf den Boden gerichtet als auf seine Umgebung. Es schien einfach so, als wäre nun warten angebracht… Also blieb er einfach wo er war, tat so als hätte er so was hier schon unzählige Male getan und kramte eines seiner Bücher heraus, auch wenn er sich eh nicht auf das Geschriebene konzentrieren konnte und er jede einzelne Schrift, die er bei sich trug gut kannte. Schon seltsam, mochte sein, dass er sich in Massen nicht wohlfühlte, aber unter seines Gleichen sollte das etwas anderes sein, oder? Vielleicht war es alles eine Frage der Gewohnheit, wobei ihm nicht mal der Gedanke gefiel das öfter über sich ‚ergehen zu lassen’.
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Dmon
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 20:50

Natürlich wollte jeder so nahe wie möglich am großen, tollen Altar stehen… Dort, wo die ‚Überaffen’ ihre Rede halten würden, wobei sie auf ihr Gefolge herabsahen wie auf fauliges Gewürm. Und das Gewürm würde den Worten dieser Überaffen nachschleimen… So verhielt es sich doch auch mit der Religion, nicht wahr? Daemon sah das alles viel gelassener… Es war ihm scheißegal wo er stand, ob er etwas sehen konnte, oder nicht. Einzig und allein der Ausblick auf die Opfer war ihm wichtig – Das sollte machbar sein. Und wenn es ginge einer von der Front sein, die später das Dorf kentern würde. Ja, so sahen seine Pläne aus.

Er wurde abrupt durch sich selbst aus seiner kleinen Scheinwelt gerissen, als er es letztendlich doch schaffte nach etlich vielen Ellenbogen-Zusammenstößen gänzlich mit einem Gast zusammenzukrachen. Einer, den er wahrlich nicht gesehen hatte… Sein Haupt neigte sich hinab. Vor seinen Füßen, im Dreck, lag ein Buch. Eindeutig das eines Nekromanten, aber was anderes hätte man hier auch nicht erwartet, oder? ‚Gottes Weg der Erleuchtung Band I’ war sehr unwahrscheinlich… Er hatte registriert, es mit einem kurzen Wurm zu tun zu haben, darum beachtete er die Person auch gar nicht erst, oder fürchtete um sein schönes Gesicht. Sicherlich nicht. Daemon bückte sich, wobei seine einzelnen Wirbel sich knackend und knirschend aus seinem Rücken hervorhoben und langte mit den langen, spinnenbeinartigen Fingern nach dem im Dreck und Staub liegendem Buch. Er zog es an einer Cover-Seite hoch und ließ den Sand aus den einzelnen Seiten laufen. Danach legte er es in seine flache Hand, strich sich zwei weiße Strähnen seines weißen Haares aus den spotthaften, hinterhältigen Augen und ließ die roten Seen aus Blut über die einzelnen Zeilen gleiten. „Ein Anfänger…“ stellte er amüsiert fest, als er sich durch die einzelnen Kapitel der Lektüre blätterte und erkannte, auch einmal dies Buch besessen zu haben. Lange war es her… Aber selbst in seinem Alter galt er noch als Jungspund. Man musste schon satte 5000 Jahre alt sein, um einen kleinen Funken an Respekt zu erhalten.

Nun sah er doch seitlich über die Kante des Buches zu dem Nekromanten hinab, der dort seitlich von ihm stand und sehr verloren zwischen den hiesigen, angsteinblößenden Gestalten wirkte. Es war ein Kind… Zuckersüß… Nein wahrlich, solche Kinder schätzte er. Sie waren lieb und teuer – denn sie waren verdorben und auf den falschen Pfad, wie man die Nekromantie nannte, gekommen. Demnach waren es keine Kinder mehr, sondern ganz böse Schwerverbrecher mit einem seelischen Komplex – nannte man Nekromanten nicht so? Ja, ja… Er liebte diese Geschichten. „Müsstest du nicht schon längst in deinem Sarg liegen, kleiner Mann?“ zischelte er heimtückisch, klappte das Buch zu und hielt es dem Jungen vor die Nase.
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Ker
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 21:13

Der beste Plan war es sicher nicht gewesen sich ‚blind’ zu machen. Die meisten hier mochten mit sich selbst beschäftigt sein, aber das könnte genauso zu einem Problem werden und das sollte es auch. Dabei wusste Ker nur zu gut, dass man die Aufmerksamkeit seiner Umwelt auf sich zog, wenn man selbst versuchte sie zu ignorieren. Immerhin hatte er lange in einem ganz normalen Dorf gelebt, hatte die normale Schule und die Magierakademie besucht, wohl aber aus all den Lehren, die er dort erhalten hatte, was Soziales anging, nichts dazu gelernt… Ganz einfach weil er nicht wollte, auch wenn ihn das nur mehr in Schwierigkeiten brachte. Schwierigkeiten oder Situationen, die ihm nicht gefielen und davon gab es viele. Im Endeffekt musste er nur noch lächerlicher wirken, als habe er von diesem Treffen gehört und sich kurzer Hand entschlossen sich die Materie mal anzuschauen und vorbeizukommen. Im Endeffekt legte aber er auch keinen Wert auf die gute Meinung der anderen Nekromanten, welche ihm vielleicht nützlicher gewesen als Spott, den er so oder so bekommen würde.

Zuerst bekam er gar nicht wirklich mit, was genau geschah, da er sich erfolgreich in sein imaginäres Schneckenhaus verzogen hatte, doch nicht einmal er konnte ignorieren, dass ein starker Ruck durch seinen Körper ging, de ihm direkt das Buch aus der Hand fegte. Allerdings blieb es nur wenige Sekunden bei Irritation. Eigentlich wollte er sein Buch einfach nur wieder aufheben und sich eine andere Stelle zum herumstehen suchen, da er hier augenscheinlich im Weg war und nur seine Ruhe wollte, doch man kam ihm zuvor. Seine gelbgrauen Augen folgten den knochigen Fingern, die nach seinem Buch griffen und es aufhoben. Noch bevor er weiter bis zum Gesicht des anderen Nekromanten gekommen war, der im Gegensatz zu ihm auch wie einer aussah, hörte er die kurze Feststellung dessen und wurde somit in seiner Erwatung bestätigt. Ausdruckslos sah er sein Gegenüber nun an, nicht direkt in die Augen, nicht weiter musternd. Er wartete nur darauf, dass man ihm sein Buch zurück gab, ohne weitere Worte zu verschwenden, aber das war natürlich nur eine sinnlose Hoffnung.

Da war er wohl auch noch ausgerechnet auf jemanden mit besonderen Sprachwitz gestoßen. Statt darauf zu antworten, schwieg er und nahm endlich sein Buch entgegen, als man es ihm hinhielt. Er nahm sich die Zeit es wieder sorgsam zu verstauen und wandte sich erst dann wieder der bleichen Gestalt zu. „Einmal in der Woche darf ich lange wach bleiben, hab morgen keine Schule…“ Ein Freund von solchen Gesprächen war er nicht, aber einschüchtern ließ er sich auch nicht durch bloße Worte, selbst wenn ihm bewusst war, dass er seinem ‚Gegner’ nichts entgegenzusetzen hatte, gab ja nichts zu verlieren. Eigentlich hatte er sich nun einfach an dem anderen vorbeischieben wollen, aber auch sein Trotzkopf hatte Momente, in denen er zur Besinnung kam… „Wenn wir jetzt schon mal im Gespräch sind… Ich denke, ich müsste es nicht sagen, aber ich bin zum ersten Mal hier… Was ist denn so zu erwarten?“ Wenn man ihm auf blöde Weise Antworten würde, konnte er immer noch gehen.
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Dmon
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 21:23

Die kleinen, niedlichen Finger schnappten der bleichgesichtigen Schlange die Lektüre aus den kalten Klauen und rissen sie wieder an sich. Sorgsam verstaute man das gute Stück… Daemon rieb die Spitzen seiner Nägel aneinander, wobei das bizarre Grinsen auf seinem Gesicht erblasste und er sich wieder groß machte. Wie bei einer Schreibmaschine tackerten sich seiner Wirbel zu einer graden Linie zurück in seinen Rücken. Es dauerte einen Moment, bevor man ihn einmal kurz kalt lachen hörte. Das weiße Haar fiel zurück vor seine scharfen Schlitzaugen. „So, so…“ stellte er fest. Der Junge war nicht auf den Mund gefallen… Aber was anderes hatte er auch nicht erwartet. Als ‚Neuling’, wie man ihn immer noch nannte, musste man immer bereit sein einen Spruch zurückzufeuern und dennoch genoss man es, konnte man sich über andere Anfänger amüsieren. Dasselbe Prinzip wie wenn man älter wurde und auf Kinder herabsah.

Im Gespräch? „Sind wir das?“ Daemon fuhr sich mit einer Hand über sein spitzes Kinn und sah ausdruckslos zu dem Knaben hinab. „Ich bin auch zum ersten Mal hier, also was soll’s…?“ Dafür war er schon auf etlichen anderen Festen dieser Gemeinde gewesen… 3000 Jahre war er dennoch, zum Glück, noch nicht alt. „Zu erwarten ist dasselbe wie immer… Opfer-Feste, viel Geschwafel, ein wenig Rotwein und dazu eine Prise Völkerzerstörung im naheliegenden Nachbardorf.“ Seine Arme verschränkten sich unter gelassenem Blick, den er durch die Menge schweifen ließ. Von dem alten Zottel war immer noch nichts zu sehen…
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Mi 08 Apr 2009, 21:55

Sein Blick war wieder starr auf die wenigen Flecken in der Umgebung gerichtet, wo niemand zu sehen war. Eigentlich schon erstaunlich wie viele hier waren… Es war nicht so aufgefallen, als er sich das alles noch von außen angesehen hatte. Ihm wäre es allerdings lieber gewesen, wenn es weniger gewesen wären… Wie auch immer, so eine Masse versprach eigentlich zumindest Anonymität, aber es war egal ob ihn nun zwanzig Leute sahen, weil es so übersichtlich war oder ihn aus einer Masse von Hunderten nur einige sahen. Wobei das an sich eigentlich auch egal wäre, wenn ihm nicht wiederum bewusst wäre, dass der Großteil so reagiert hätte wie die eine Gestalt, mit der er nun ein paar Worte gewechselt hatte, wohl aus verschiedenen Gründen, aber die gingen ihn ja weder etwas an, noch hatte er Interesse daran sie zu erfahren.

Immerhin antwortete man ihm, wo wie er es gewollt hatte. Das bedeutete wiederum, dass alles was hier geschehen würde recht leicht selbst vorherzusehen gewesen wäre. Um genau zu sein handelte es sich einfach um das, was man auch erwartet hätte. Jedenfalls hätte er sich ein bisschen ‚mehr’ gewünscht, aber es wäre lächerlich gewesen das zu erwarten, denn es handelte sich hier nicht um eine Einschulung oder Lehrstunde. Reden und Feiern interessierte ihn zumindest nicht, lediglich der letzte Teil hatte interessant geklungen, wobei er dabei wohl mehr zuschauen würde, als selbst zu tun… wobei beides doch am besten wäre. Im Endeffekt war er aber hier um etwas zu lernen, nicht um sich zu vergnügen und das könnte er zwar auch durch die Exekutive, aber bisher hatte er sich ja alles was er konnte selbst und mit Hilfe von Büchern beigebracht, er hoffte hier etwas vergleichen zu können und zu sehen was andere, erfahrene Nekromanten konnten. Ganz von allein versank er wieder in Schweigen und war mit sich selbst beschäftigt. Was sprach auch dagegen, man hatte ihn bestimmt nicht absichtlich angerempelt um seine Bekanntschaft zu machen und er konnte genauso darauf verzichten Kontakte zu schließen… auch wenn das wahrscheinlich die beste Methode wäre, um von irgendjemanden etwas zu lernen, aber es wäre dumm zu hausieren und hier nach irgendeinem Lehrer zu betteln. Solche Sachen überließ er immer dem Zufall, das war auch besser so, zumindest für seinen Stolz.

„Ich treffe praktisch zum ersten Mal auf andere Nekromanten, vor allem so offiziell…“ Er sprach leise, eher zu sich selbst, ohne zu wissen warum er überhaupt etwas sagte, wohl weil ihm einfach langweilig war er und man immer noch vor ihm stand. Vielleicht wartete man hier einfach nur auf irgendwen, oder sonst etwas, das interessierte ihn an sich nicht, lediglich im Versuch zu erklären warum man jetzt, wo genug gesagt war nicht einfach weiterging, wo man doch vorher noch in Bewegung gewesen war. Vielleicht wäre es besser einfach die Klappe zu halten, aber mehr als dass er dem Nekromanten auf die Nerven ging und dieser verschwand, konnte ja nicht passieren. Langsam taten ihm auch die Beine weh… immerhin war er praktisch den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen und nun stand er hier rum, wer weiß wie lange noch… Das schien sich alles etwas zu ziehen. Vielleicht wäre es das erste und letzte Mal, dass er an solch einem Anlass teilnahm, immerhin schien es nicht besonders bedeutend zu sein, außer für das eigene Vergnügen, welches er momentan wiederum rein gar nicht verspürte. Tatsächlich musste er sogar ein Gähnen unterdrücken. Müdigkeit kam mit der Langeweile, das kam ihm gerade etwas ungelegen, auch wenn es sich legen würde, so bald er etwas zu tun hätte.
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Roy
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 00:29

Von [Die Wüste]

So langsam hatte er wirklich genug von körperlicher Ertüchtigung. Sicher; der nun schon fast einen Tag dauernde Marsch durch die Wüste hatte ihm dabei geholfen einiges über sich selbst zu verstehen, und bekanntlich war der Weg das Ziel einer Reise. Doch das ganze war nur halb so tiefsinnig wie es klingen mochte. Er war gelaufen… und gelaufen… und gelaufen und erst vor etwa einer Stunde war ihm aufgefallen das er zwischen all den Gedanken nicht auch nur einmal einer vor kam den jeder andere in einer Wüste gehabt hätte. Zumindest soweit er sich erinnern konnte. Er kam irgendwie nicht umhin anzunehmen das es unnatürlich war durch die Wüste zu rennen – durch eine Schwarze aber davon mal ganz abgesehen – und dabei nicht einmal vor Durst zusammen zu brechen. Es wäre gelogen zu sagen es ginge ihm gut. Er fühlte sich erschlagen und sein ganzer Körper schien eine stille Übereinkunft darin getroffen zu haben den Tag des Muskelkaters zu feiern. Was auch immer er gemacht hatte ehe sein Gedächtnis den Zähler zurück stellte es musste offensichtlich anstrengend gewesen sein. Aber – und das war es was ihn eher verwunderte – er lief einfach weiter, und er hatte nicht das Gefühl eine ernsthafte Pause einnehmen zu müssen weil er nicht mehr konnte. Wer auch immer er war, wer auch immer „Roy Strife“ war… er war es gewöhnt sich anzustrengen und offenbar gut in Form.

Seine Gedanken wurden je beendet als er wieder auf Blickte. In der Ferne war Licht… wobei diese Ferne nicht so fern war wie sie erschien. Grünes Licht das zwischen kaum erkennbaren Objekten hervor schimmerte. Sein Fußmarsch zog sich eine Weile hin bis die kaum erkennbaren Objekte sich als… kaum als solche zu verstehenden Bäume zu erkennen gaben, und das Grüne licht… er konnte nicht genau erkennen woher es kam, denn diese Masse an Menschen oder… an Gestalten hier war derartig füllend das sie alles verdeckten das irgendwas über die Ortschaft hätte erraten können. Erkennen konnte er nur eins: Eine Kirchengesellschaft war das nicht und auch kein Pfadfindertreffen. Er blickte sich um, die Augenbrauen zusammen gezogen und musterte interessiert zugleich mit einem unangenehmen Gefühl die Gestalten. Er stach kaum hervor in der Menge… vermutlich gerade deshalb. Es gab hier nichts was ihn nicht hätte in Seltsamkeit übertreffen können. Nicht einmal die Wunden in seinem rechten Arm die mit Metall geschlossen worden zu sein schienen wirkten extrem besonders unter all den Fetischen und Kutten die hier in einer rauen geschwätzigen Menge zu diesem merkwürdigen Ort wanderten. Und doch zog sein Arm eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich… aber auch nur von ihm selbst.

Er fühlte sich komisch an. Sein Arm hieß das. Kalt… und trotz des tauben Fleischs schien es so als würde riesiger Druck auf seinem Arm lasten, seit er diesen Ort betreten hatte. Doch er brachte das nicht mit diesem Ort in Verbindung… viel wahrscheinlicher wahr das was auch immer ihm das Gefühl im Arm nahm nun langsam verschwand und endlich auch wieder „zu sich“ kam so wie der Rest von ihm über die letzten Stunden. Doch das war Egal. Er blickte wieder auf, zwischen all die dunklen Kutten und zog mit dem Strom. Wo war er hier? Wenigstens... schien er nicht der einzige zu sein der diesen Ort noch nicht zuvor gesehen hatte... und über diesen Teil seiner Vergangenheit war er sich überraschend sicher. Nein... hier war er noch nie.
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Asrael Elessil
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 01:58

Von : Asraels Büro
Ooc : Der erste Absatz spielt bevor ihr gekommen seid.Nicht wundern =D

Ic :
Direkt in der Menge der umherwandelnden Totenbeschwörer materialisierte sich ein gleißend helles Oval, formte sich nach wenigen Sekundenbruchteilen zu einem Tor und ließ den blonden Elfen hindurch. Sofort schloss sich das Tor wieder und verschwand so schnell, wie es erschienen war. Asrael blickte sich skeptisch um. Trotz seines noch recht jungen Alters gehörte er schon zu den 50 wichtigsten Persönlichkeiten in der Bruderschaft der Nekromanten, da er als mehr als begabter Magier und Spion in der Akademie und diversen Staatsinstitutionen unverzichtbar war, um den Erhalt der Nekromantie zu garantieren. Dieser eine Elf hatte durch sein Ansehen an der Schule Zugang zu Informationen in Rechtssachen. Darunter versteht man Gesetze, Bestrafungen und alles, was sich darunter einreiht.

Kaum hatte er einmal seinen Blick flüchtig über die Menge streifen lassen, hob er beide Arme leicht an, murmelte einige unverständliche Machtworte und ließ einen Energiestrom über den gesamten Platz fließen. In einer Kreisformation erschienen der Reihe nach seltsame, echsenähnliche Gestalten, die etwa 3 Meter groß waren und auf 2 Beinen liefen. Außer Knochen, jeweils einem Schwert und einem Schild und einigen wenigen Innereien, unter anderem ein tiefschwarzes, zerfallendes Herz und Stimmbänder, bestanden sie aus nichts. Rund 30 von ihnen umrundeten den Festplatz und den Altar und 4 von ihnen flankierten den elfischen Hoch-Nekromanten. 2 standen vor ihm und 2 parallel hinter ihm. Kaum waren alle dieser Kreaturen vollständig erschienen, setzte Asrael schon zum nächsten Zauber an.
Mit zahlreichen Schwüngen seines Handgelenks ließ er auf allen Rücken der Skelettwächter jeweils 2 Fackeln mit grünem Licht erscheinen.

Ooc : Jetzt wieder in eurer "Zeit"

Ic :
Seinem Posten als "Sicherheitschef" gerechtwerdend lief Asrael samt Bodyguards seine zahlreichen Runden durch die Menge, um eventuelle Spione und Nichtgläubige auszumachen, falls diese ein Attentat geplant hatten. Trotz der extremen Geheimhaltung konnte so etwas gelegentlich vorkommen.
Wenn auch selten.
Auf seinem Streifzug durch die Nekromanten fiel dem Elf schließlich ein jüngerer Mensch auf, der sehr mitgenommen aussah. Trotz der teils recht widerlichen Kreaturen zog dieser Mensch hier Aufmerksamkeit auf sich, nicht zuletzt weil sein Arm auf eine seltsame Art geflickt zu sein schien. Er beorderte einen seiner Bodyguards stumm mit der Aufgabe, diesen Mann zu beschatten, und setzte seinen Weg dann fort.
Mit einem Mal stoppte der Magier erneut und ließ seinen aufmerksamen und kalten "Todesblick" auf einem Wesen ruhen, das man niemals hätte verwechseln können.
Allein schon wegen dieses Gestanks.
Kaum 3 Meter von ihm stand dieser Widerling von vorhin, genau der, der ihn abgeholt hatte. Mit einem hinterhältigen Grinsen und einigen unritterlichen Gedanken im Hinterkopf beorderte er 2 weitere Wächter damit, dieses törichte Wesen zu beobachten und Asrael alle 10 Minuten dessen Aufenthaltsort zu nennen.
"Das wird ein Spaß..."
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Dmon
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 03:38

„Mh“, er achtete gar nicht wirklich auf die Worte des anderen. Eine Konservation war das hier irgendwie ‚nicht’. Vermutlich deswegen, weil keine angestrebt worden war. Ein kleiner, dummer Zwischenfall. Aber im Grunde gefiel ihm die Position hier ganz gut. Besser, als einem alten Bekannten über dem Weg zu laufen… Besser, als sich von alten Gelehrten einen Knopf an die Backe quatschen zu lassen… Besser, als als Dienstmädchen missbraucht zu werden… Besser, als irgendetwas anderes zu tun, was man nicht wollte.

Allmählich schien die Party sich zu schließen. Es kamen keine Gäste mehr und die Fristzeit der Erscheinung war abgelaufen, was so viel hieß wie, dass nun die Schotten dicht gemacht wurden, symbolisch. Es wurde ruhiger inmitten der rumorenden, sich unterhaltenden Masse. Teilweise waren es Fremdsprachen, die Daemon gänzlich unbekannt waren. Nach wie vor konnte er nicht wirklich ‚sehen’, aber doch ‚hören’ und ‚fühlen’. Es war keine unangenehme Spannung, die sich hier zusammenbraute. Im Gegenteil… Allmählich blühte sein kaltes Herz auf, denn es wusste genau, worauf es sich freute.

Natürlich war ihm eines trotz der sich wandelnden Lage nicht entgangen. Seine scharfen Augen waren auf einen schwarzen, zerlausten Mantel vor sich gerichtet. Einer von vielene Nekromanten… Schräg neben ihm das Kind. Und irgendwo weiter hinter ihm befanden sich zwei Kreaturen, derer Blicke sich in seinen drahtigen Rücken bohrten. Jemand bespitzelte ihn… Wer es war, konnte er nicht sagen. Aber das ließe er nicht aus seinem Feld der Aufmerksamkeit gleiten. Erstmal schob er es beiseite, da er sozusagen ‚sicher’ war. Außerdem tat sich ganz vorne etwas… Da ging es nun los.

„Willkommen…“ Er hatte sie nicht sehen können, doch ganz vorne am Altar hatten sich die ältesten und bekanntesten Nekromanten aufgebaut, wie bei jedem Fest. Dort erhoben sie ihre Hände und hielten eine lange, makabere Predigt, in der sie ihr Werk und den Tod verherrlichten, das Leben und alles, was atmete herabsetzten, die Macht der Nekromantie groß sprachen… Immer dasselbe Gelaber. Darum hörte Daemon auch nicht wirklich zu. Wie immer zeugte er von Ignoranz. Außerdem war er anderweitig beschäftigt. Die Blicke in seinem Rücken. Er fürchtete sich vielleicht nicht, aber seine Neugierde begann zu wachsen. In seinem Kopf entwickelte sich ein Plan. „Mh…“ Sein Kopf hob sich ruckartig, wodurch das weiße Haar um seinen Kopf herum fiel. Der Nekromant streckte seine linke, sehnige Klaue aus und legte sie dem Knaben neben sich um die Schultern. Mit Gewalt zwang er den Jüngling ihm zu folgen, als seien sie eine Art ‚Team’, das hier kursierte. Daemon begann sich weiter nach vorne zu arbeiten. Er und der Fremde waren die Einzigen, die sich hier bewegten und die Ruhe störten, doch es ging in der Predigt unter.

Die Augen folgten tatsächlich ihm und nicht dem Knaben, der unmittelbar vor ihm gestanden hatte. Es hätte auch an ihn gerichtet sein können und es wäre ihm lieber gewesen, gewiss. Normalerweise störte ihn das gar nicht so, nur heute Abend pisste ihn das echt an… Er hatte keinen Bock sich das Fest ruinieren zu lassen, oder später beim Überfall auf die Stadt gestört zu werden. Den Knaben ließ er irgendwann in der Menge stehen und ging noch weiter nach vorne. Nun hatte er eine perfekte Sicht auf wie weißhaarigen, ergrauten Gesichter mit ihren weißen Augen, die zu dem ‚Besuch’ sprachen. Die Rede war nun zu Ende, kaum hatte er seinen neuen Platz zwischen zwei alten Hexen gefunden, so sahen sie zumindest aus.

Natürlich wurde er immer noch verfolgt… Seine Pupillen sahen sich unauffällig um, ohne dabei den Kopf zu bewegen, als ein gemeines Fauchen durch die Massen gellte. Man hörte Schreie. Sie kamen aus der Dunkelheit. Vor den Augen des Altars erschien eine Nebelwolke, aus der ein Käfig herabgelassen wurde. In ihm saß ein alter Mann – ein Mensch. Vermutlich ein Bauer, wohlmöglich aus Dementia. Es war ungenau. Wichtig war nur, dass dies hier sein letzter Abend wäre. Man rieb sich bereits die Hände und zog die Dolche. Das alles durfte er nicht genüsslich mit ansehen, denn er sah sich weiterhin um. Irgendwer hatte ihm diese Amateure ja auf den Hals gehetzt… Seine Augen streiften Asraels Erscheinung – Natürlich war auch er hier. Aber er war nicht paranoid genug, um ihn in Erwägung zu ziehen, darum spähte er weiter. Das Problem war, dass hier jeder heimtückisch aussah und potentiell war. Also gab er auf. Er hatte Besseres zu tun… Sich amüsieren.

Zwei Handlanger zerrten das Opfer aus seinem alten Weidenkäfig. Dieser verbrannte. Das Opfer wurde vor den Altar zu Steine geworfen. Dort standen die alten Gelehrten erhaben und voller Freude. Am besten er hob sich nun etwas hervor und schritt aus der Masse. Wieso auch nicht. „Komm Kleiner“, Daemons Hand langte schon wieder nach dem armen, kleinen Knaben, der nicht wusste, wie ihm geschah und dessen Name man nicht einmal kannte. Dabei ruhte sein arroganter Blick auf Asrael. Mit einem kräftigen Schwung schubste er den Jungen hinauf zum Altar, wo Peitschen aus Dornenholz verteilt wurden. Zuerst musste das Opfer ja ‚gereinigt’ werden. Er war gespannt wie viele es diesmal waren. Und er war gespannt, was man dieses Mal mit ihnen anstellen würde… Auch er trat nun vor und nahm eine der Peitschen entgegen. Insgesamt waren es nun fünf Nekromanten, die sich zum Halbkreis um das gefesselte, verängstigte Opfer versammelt hatten. Direkt hinter ihnen warteten schon alle mit ihren Dolchen, um den Altar mit Blut zu ‚nähren’.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 04:17

Eine Antwort hatte er nicht erwartet, warum auch, es war ja keine Frage gewesen oder irgendetwas, worauf er wiederum etwas hatte hören wollen. Stattdessen stand er weiter anteilnahmslos da und wartete… langsam könnte es mal losgehen und zwar richtig. Inzwischen wurde er sogar ein wenig aufgeregt, wenn er sich daran erinnerte, was man ihm erzählt hatte. Wann man als Nekromant schon mal die Gelegenheit irgendetwas ganz frei und in einem Dorf zu tun? Nur diese Masse, die sie hier darstellten, stellte den nötigen Schutz dar, auch wenn es dadurch am Ende auch wieder weniger toll war… Ein Sadist war er nicht, nein… es ging nicht um Schmerz. Es ging ganz allein um den Tod, zu dem Schmerz allerdings gehörte, denn selbst die letzten Momente bevor dieser eintrat, waren unheimlich wichtig. Wenn er so darüber nachdachte, besiegte die Vorfreude sogar das unangenehme Gefühl, welches durch die Masse vermittelt wurde. Immerhin war es das für was er lebte, der Tod, egal wie sehr es sich widersprach. Für ihn ging es also nicht ‚einfach’ nur um Nekromantie, allerdings liebte er diese Form der Magie wiederum dafür, dass der Tod in ihrem Mittelpunkt stand.

Es wurde schließlich still, für einen Moment schon angenehmer, bis sich eine einzelne Stimme laut und deutlich erhob, über all die erhobenen Köpfe. Seine einzige Reaktion war das Heben einer Augenbraue, sein Blick war immer noch gen Boden gerichtet und seine Aufmerksamkeit erregte die Rede nicht wirklich. Mochte sein, dass er hier auch von anderen lernen wollte, aber sicher nicht durch Worte. Sonst hätte er auch einfach weiter nach irgendwelchen Büchern suchen können, aber davon hatte er ganz einfach genug. Es war somit ein Lichtblick, insofern dass sich überhaupt etwas tat und gleichzeitig ein Fluch. Solche Reden kannte er immerhin zu gut, da spielte es wohl keine Rolle, ob es sich um Nekromanten handelte, jeder der sich zu so etwas hinreißen ließ, redete ewig und nichts davon wäre wirklich interessant, zumindest aus seiner Sicht. Der bleiche Mann, der immer sich immer noch nicht vom Fleck gerührt hatte, schien eine ganz ähnliche Einstellung zu haben, auch wenn Ker gar nicht wirklich auf ihn achtete.

Als würde man eine jahrelange Stille und Unbeweglichkeit brechen, erschrak er fast schon als der andere nur seinen Kopf bewegte und einen kurzen Ton von sich gab. Das war jedoch noch nicht alles, man griff kurzerhand und begann auf einmal sich weiter nach vorne in den Massen zu schieben. Der Junge konnte es zuerst gar nicht glauben und vor allem nicht begreifen. Warum zog man ihn nun mit sich? Was hatte man vor? Grund misstrauisch zu sein hatte er allemal… Immerhin bewegte sich um sie herum sonst niemand und augenscheinlich störte man auch jeden einzelnen, an dem man zu nahe vorbeilief… Irgendetwas hatte der andere vor und an sich wäre ihm das egal gewesen, doch was hatte ER damit zu tun? Viel Zeit zum nachdenken blieb ihm allerdings nicht und automatisch sagte er auch nicht, sondern zog einfach mit, da er sich in jedem anderen Fall auch nur auf die Nase gelegt hätte.

Mit einem Male ließ man ihn dann doch wieder los und ging noch ein wenig weiter. Musste er das jetzt verstehen? Gab es hier irgendetwas zu sehen? Durchaus konnte er die Bühne jetzt halbwegs sehen, allerdings nur die obere Hälfte der Nekromanten, die dort standen, weil er einfach wesentlich kleiner war als die meisten anderen, die hier standen (ihm war bewusst, dass er selbst für einen 17jährigen eher ‚weniger groß’ war…). Aber so besonders war das nun auch nicht und… nun ja, er hatte nicht danach gefragt und es war seltsam von einem Fremden einfach mitgerissen zu werden, aber so oft wie er sich das auch vorhielt, es änderte ja nichts. Wenn er nun schon so nahe am Geschehen war, hörte er eine Weile zu, was man da zu sagen hatte, merkte sich die Worte allerdings nicht einmal weiter. Etwas anderes fiel ihm jedoch auf… ganz in der Nähe stand jemand und zwar, wie er es nicht erwartet hatte, jemand, den er schon mal irgendwo gesehen hatte. Ein Elf, mit einer doch recht imposanten Gestalt… Ker erinnerte sich nicht sofort, aber da er diese Gestalt mit den letzten Jahren seines Lebens in Verbindung brachte, war er sich sicher, dass er diesen Mann an der Magierakademie gesehen hatte. Ein Lehrer wohl, dem zu folgen… doch niemand bei dem er selbst Unterricht gehabt hatte.

Doch auch bei diesem Gedanken wurde er wieder unterbrochen, als die mehr oder weniger vertraute Stimme erklang, man ihn wieder packte und mit sich zog und zwar nach oben, zum Mittelpunkt des Geschehens. Im ersten Moment verfiel der Schwarzhaarige in regelrechte innere Panik und wäre gerne wieder zurück nach unten gerannt, aber damit würde er alles nur noch schlimmer machen. Mal ganz davon abgesehen, dass er gerade nicht wusste, was er hier sollte, hasste er es einfach im Mittelpunkt zu stehen und vor allem so vielen Leuten hatte er das in seinem Leben noch nicht getan. Das war so ein Moment, in dem man am liebsten im Erdboden versank, auf der anderen Seite wollte er sich diese Blamage nicht gönnen… Also riss er sich zusammen… man konnte höchstens noch aus nächster Nähe seine Unsicherheit wahrnehmen. Ihm blieb nichts anderes als sich an den Unbekannten zu halten, der ihn in diese Lage gebracht hatte, so nahm er die Peitsche entgegen und ging in Position. Damit war ihm auch klar, was er hier sollte… Das war nichts, was die Sache wert gewesen wäre, wie er fand. Peitschen töteten nicht, sie fügten nur Schmerzen zu und so etwas war ihm gleichgültig. Somit war alles, was ihn nervös machte, hier oben zu stehen, nicht das, was er hier tun sollte, ob man das nun falsch verstand oder nicht. Nach unendlich langer Zeit, wie es ihm schien, waren alle in Position. Er fühlte tausend Augenpaar auf sich gerichtet, imaginär oder nicht… Schließlich gab es ein simples Zeichen, nur ein kurzes Aufleuchten von unnatürlichen, grünen Licht und es begann… Ker sah nicht offensichtlich zu den anderen Nekromanten neben ihm herüber, tat es aber genauso wie sie und hieb einfach gleichgültig zu, ungeachtet des flehenden, verzweifelten Blicks des Opfers… Ihm waren schnelle Tode trotzdem lieber, er fühlte gar nichts, aber war das an sich auch nicht immer so? Er war nur froh, wenn er hier wieder runterkam…
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Roy
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 06:28

Dicht an dicht stand er mit den seltsamen Gestalten in der Menge die nach vorne blickten und aufmerksam den Worten der alten lauschten die am Altar gestanden hatten und nun viele Worte an all die Besucher richteten. Für manche waren das zuviele Worte. Roy jedoch folgte den Worten die plötzlich zu genau zu vernehmen waren als nur die wenigsten zu sprechen wagten. Aber selbst ohne die Reaktion jener um ihn herum wäre ihm klar gewesen das die Männer vorne am Altar eine wichtige Rolle inne hatten. Er hätte nur zu gerne gewusst welche. Allerdings war er auf der Richtigen spur wenn es darum ging zu erkennen wo er da in etwa hinein geraten war. Die Kutten, das Ambiente, die Rede der alten Männer, die Fetische und Werkzeuge die manche mit sich herum trugen wie Schmuck… dieser Schmuck hätte bestenfalls auf das Fest der toten gehört und das er mit dieser Überlegung nicht gänzlich unrecht hatte wurde ihm spätestens bei den Lobpreisungen des bei jedem Wort wahnsinniger erscheinenden alten Mannes gewahr. Wo war er hier nur gelandet… Ein Fest für Totenbeschwörer? Nekromantie… Kaum als ihm klar wurde was das bedeutete, was Nekromantie noch gleich war schossen ihm Bilder in den Kopf die sein zerrüttetes Gedächtnis aufbringen konnte. Fast als würde sein Verstand versuchen ihm zumindest alle überlebenswichtigen Informationen zukommen zu lassen… wenn schon nicht seine Vergangenheit oder genaue Identität. Doch wie auch immer; Diese Erinnerungsfetzen kamen wie bestellt. Das erklärte sein ungutes Gefühl hier, sein Unbehagen und verstärkte es nur umso mehr als er spontan für sich beschloss das diese Art der Magie… nicht seinen Gefallen fand.

Von allen Orten dieser Welt musste seine erste Begegnung eine schwarze Wüste und ein Treffen aus Totenbeschwörern sein. Er unterbrach seinen Gedankengang als er seine Blicke nochmals einen Moment schweifen lies und über das Bunte Meer aus Köpfen schaute in dem er sich reckte und noch etwas größer mache als er ohnehin schon war. Sein Blick blieb dabei auf einem Mann hängen der in seine Richtung starrte. Es dauerte einen Moment in dem sich ihre Blicke trafen ehe der Kerl plötzlich zu begreifen schien das sein Blick Erwiderung fand. Ruckartig drehte er sich um und war verschwunden. Erst jetzt wurde ihm klar das noch weitere Augen auf ihm ruhten – zumindest wurde er das unangenehme Gefühl nicht los das sich jemand sehr gewahr darin war das er sich von der Masse… unterschied. Er blickte langsam wieder nach vorne, blickte auf die Männer die langsam zum Ende ihrer Rede kamen und zog die Augenbrauen zusammen. Er wurde beobachtet. Es hatte eine Weile gedauert bis ihm das klar wurde... doch der starrende Idiot, der so blöd drein geblickt und sich dann eiligst vom Acker gemacht hatte… irgendwie sagte ihm ein dumpfes Gefühl im Hinterkopf das er nicht alleine war. Zu gern hätte er jetzt gewusst ob er sich das nur wegen der Menge einbildete, Paranoid war oder ob er wirklich etwas bemerkt hatte.

Seine Gedanken rotierten. Wie sehr konnte er seinem Gefühl vertrauen? Somit lenkte er sich selbst von der Sache ab auf die er am ehesten hatte achten wollen… den Verfolgern die er noch nicht gleich als solche ausgemacht hatte. Nicht zu wissen ob einen sein Instinkt in der Regel betrog oder nicht war verdammt übel… vor allem in so einem Moment… an so einem Ort wo er Gift darauf genommen hätte das – wer auch immer Roy Strife war – vermutlich nicht als Gast sondern als… Vertreter der Gegenseite anwesend gewesen wäre. Das sagte ihm zumindest seine Abneigung gegen das hier. Seine Gedanken vergruben sich weiter während sein Gesicht – getränkt von aufmerksamer Ernsthaftigkeit – über die Köpfe und Kutten der anderen hier flog. Was war das? Seine Augen richteten sich schlagartig wieder nach vorne als er das poltern und klatschen auf dem glatten Stein und das alte gebrechliche Keuchen hörte das der Bauersmann von sich gab als man ihn aus dem Korb schleuderte wie ein Nasses lacken. Mit gemächlicher Eile drückte sich Roy an den Massen vorbei und kam etwas näher an den Altar, gerade nah genug um zu kennen was dort vorne vor sich ging, um die Peitschen zu sehen und das schwache Wimmern des Mannes zu hören obwohl die Gestalten um ihn herum geschwätziger wurden. Für einen Moment entgleiste sein Blick als er entsetzt beobachtete wie sie den Mann rücksichtslos zusammen schnürten wie ein Packet um ihn dann dekorativ präsentiert den Nekromanten vor zu setzen. Roy riss sich zusammen und sein Entsetzen wurde zu blankem Ernst. Gerade rechtzeitig so das niemand seiner Verfolger zu sehen schien wie eindeutig ihn die Vorstellung von dem was man mit dem alten Mann und den Peitschen vermutlich vor hatte zu missfallen schien. Jetzt sah er einfach so aus als würde er es verdammt ernst nehmen doch Roy tat mehr als das. Zwischen zwei der Totenbeschwörer hindurch blickte er auf den Greis und sofort begann sein immer noch chaotischer Verstand zu rattern… gefüllt von dem Bedürfnis etwas zutun… doch war das seine Angelegenheit? Oder viel wichtiger: Würde er ihm überhaupt helfen können wenn er etwas tat? …was sollte er überhaupt tun? Rüber springen und sie kräftig beschimpfen? Verflucht…
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 17:19

Natürlich fiel Asrael auf, dass dieser bleiche Nekromant, der mittlerweile vorne bei dem Opfer und den Hochnekromanten stand, bemerkt hatte, dass er verfolgt wird. Etwas anderes hatte der Elf auch überhaupt nicht erwartet, denn die Blicke dieser Skelettwächter waren nicht nur sprichwörtlich bohrend. Die grün leuchtenden Augen dieser Wesen entwickelten einen gewissen Grad an Wärme unpd strahlten diese Wärme in eben die Richtung ab,in die sie schauten.
Und wer das unter all den kalten Körpern der Nekromanten nicht bemerkte konnte einfach nicht fühlen.

Deshalb wunderte es Asrael auch nicht, dass sein anderer Verdächtiger sich nun in Bewegung setzte, um den brennenden Blicken der Wächter zu entkommen. Ihre grünen Fackeln erhellten den sonst tiefschwarzen Platz auf eine unheimliche Weise und verliehen allen Anwesenden einen wahrlich gespenstischen Hauch. Mit seinem kalten Blick fixierte Asrael nun ganz klar den Menschen, der sich während des Reinigungsaktes des Opfers nach vorne gedrängelt hatte, scheinbar um einen besseren Blick auf das alles zu haben. Per Telepathie wies Asrael 3 weitere Wächter an, ihre Fackeln zu löschen und sich im Schutz der Dunkelheit um das Opfer und die Nekromanten aufzustellen und im Falle des Falls einen Attentäter oder Gegner der Nekromantenbewegung abzufangen und auseinanderzureißen.
Bei dieser Bezeichnung ordnete Asrael blitzartig seine Gedanken. Er fixierte gerade einen Jungnekromanten und einen auffälligen Menschen, wo es doch von viel größerer Bedeutung war, Acht auf die anderen Anwesenden zu geben. Es gab nichts gefährlicheres als 3 oder 4 Mitglieder der Anti-Nekromanten auf einem Fest zu haben. Sie würden die Vorgehensweisen ihren Generälen berichten, ebenso wie Standorte und bekannte Mitglieder. Besonders für den Elf selbst war das ein Spiel mit dem Feuer, denn würde jemand ihn verraten würde er seine Stelle an der Magierakademie und gleichzeitig sämtliche Forschungsutensilien verlieren. Und das war bei Weitem ein ZU hohes Risiko.

Wie ein Geist glitt der Elf durch die Reihen und beäugte jeden einzelnen eindringlich und misstrauisch, während sein übriggebliebener Bodyguard schnappend und fauchend vor ihm herging, um eine Durchgangsschneise zu schaffen, damit sein Herr auch ja keinen Finger krumm machen musste um seine Kontrolle weiterhin durchführen zu können. Der Blick des Elfen glitt für einen winzig kleinen Moment erneut zur "Bühne" und beäugte die dort stehenden Wesen intensiv. Neben dem ihm schon bekannten Jungnekromanten, ein wirklich Dreister, stand ein weiterer Mensch, der noch extrem jung wirkte. Anscheinend auch ein Neuling der Nekromantie, so wie er sich anstellte. Der andere Mensch, der unter Beschattung stand und sich mittlerweile bis fast ganz nach vorn gedrängelt hatte, war aus Asraels Blickfeld verschwunden.
Ein Fauchen gemischt mit einem aggressiven Knurren erregte die Aufmerksamkeit des Hochnekromanten, der dort durch die Reihen schritt um Spione ausfindig zu machen. Sein Bodyguard hatte anscheinend einen Verdächtigen ausgemacht und warf nur so mit Drohgeberden um sich, in Richtung eines jungen, blonden Elfen, der dort in tiefschwarzer, zerschlissener Kutte stand und seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte.
"Nehmt die Bedeckung von eurem Gesicht" befahl der Nekromant dem Elfen vor ihm und wartete einen Moment. Der Verdächtige zögerte, legte dann die Finger an seine Kapuze und zog sie vom Kopf. Er kam Asrael im ersten Moment nicht im Geringsten bekannt vor. Dann sammelten sich allmählich Gedanken um Gedanken, er erinnerte sich an etwas und wechselte von seinem prüfenden Blick zu einem kalten und hinterhältigen.
Die Nekromanten um das Opfer herum prügelten noch immer mit Peitschen auf selbiges ein und brachten es zum Leiden. Der Ton der aufschlagenden Peitschen übertönte schließlich das Geräusch eines kleinen Kampfes. Der Verdächtige hatte nun in einem kläglichen Versuch probiert, einen Zauber zu weben und mit dessen Wucht Spuren bei den Nekromanten zu hinterlassen. Doch kaum hatte er die Worte für den Zauber in Gedanken angefangen,rasten 4 Klauenhände von herbeigeeilten Wächtern in beide Seiten seines Oberkörpers, hielten ihn fest und bereiteten ihn auf sein nahes Ende vor. Der Spion hob eine Hand um seinen Zauber abzufeuern, schaffte es sogar, einen bruchteil davon direkt auf Asrael zu feuern. Dieser jedoch schmiss im selben Moment einen starken schwarzmagischen Zauber entgegen, der den Angriff einfach absorbierte und dem Spion danach alles vom Körper riss, was nicht aus Knochen bestand.

Mit einem zufriedenen Lächeln erneuerte der Elf seinen Wächtern die Skelettarme per Zauber, schritt dann in Richtung Altar und sammelte einige seiner Wächter zusammen. Nun war es sicher, unter den Anwesenden waren definitiv Spione. Um die Menge von Wesen war ein dichter Ring aus Wächtern geschlossen, die keinen mehr hinein oder hinaus ließen. Fliehen war für die Übrigen also unmöglich. Blieb nurnoch zu hoffen, dass sie keine Möglichkeit besaßen, Verstärkung zu holen.
Umrundet von seinen fauchenden und knurrenden Skelettsoldaten preschte der Elf nun weiter in Richtung Altar. Alle, die im Weg standen,wurden einfach beiseite geschmissen. Die Truppe hielt schließlich an und umrundete einen einzelnen Menschen. Ganz vorne in der Menge. Jetzt musste wahrlich alles so schnell wie möglich gehen. Identitätskontrollen bei Verdächtigen. Und die Neulinge wurden ebenso kontrolliert, wie man deutlich an den unzähligen Wächtern mit den Fackeln sah, die nun einzelne Nekromanten und solche, die es vorgaben welche zu sein, aus der Menge zogen und an stilleren Orten befragten. Wer nachweislich nichts mit den dunklen Künsten der Nekromantie zu tun hatte wurde schlichtweg aufgeschlitzt und ausgeweidet. Beinahe das Einzige, wozu diese Skelette gut waren.

Asrael schaute den Menschen mit bohrendem, kalten Blick an und hob schließlich seine Stimme. Er hatte eigentlich schon für zu viel Aufsehen gesorgt indem er den Spion zerfetzt hatte..
" Wer seid ihr, wo kommt ihr her und inwieweit habt ihr mit der Nekromantie zu tun? fragte er mit listiger Stimme und starrte den Menschen weiter an, während sein aufmerksamer Blick gelegentlich auf den Begleiter des Jungnekromanten auf dem Altar fiel. Auch er würde sich dieser Befragung unterziehen müssen.
Später. Unter härteren Umständen.
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Dmon
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 17:57

In den hinteren Reihen braute sich etwas zusammen. Von alledem bekam Daemon aus seiner Position heraus nichts mit. Und selbst wenn es ihm bewusst gewesen wäre, hätte es ihn nicht interessiert, was der ‚gute’ Asrael dort hinten vor sich hintrieb. Alles was störend war, blendete der Nekromant aus. Er konzentrierte sich viel lieber auf diesen wunderschönen und unvergesslichen Moment. Die Peitsche lag sehr fest in seiner Hand – Und jeder seiner sadistischen Hiebe zog dem Opfer die Haut von den Schultern. Im Moment sah er viel mehr aus wie ein gewöhnlicher, triebgesteuerter Ghoul – denn ein Vampir wäre beherrschter und ein Zombie wiederum zu unbeherrscht. Was für eine schöne Nacht… Der ‚Gesang’ des Opfers war schöner, als die Musik in einer von Menschenhand gebauten Kathedrale.

Die vor Lebenselixier triefenden Peitschen sanken sich nach geraumer Zeit, in der sie synchron zueinander durch die Luft gewirbelt waren – Einer der Ältesten hatte etwas zu sagen und hob seine Hand über das halb zu Tode gefolterte Opfer, das nicht mehr dazu im Stande war, klar zu denken, oder sich wach zu halten. „Anúel Lamshok ist sein Name. Die rechte Hand von Zhul Rohmis, dem Anführer der Anti-Nekromanten Bewegung. Nicht mehr als ein Spion, der sein Wissen über uns nun an den Altar übergeben wird…“ Man winkte die lauernden Nekromanten mit ihren Dolchen heran. Daemon musste widerwillig zurücktreten. Schnaubend warf er die Peitsche fort. Das war viel zu kurz gewesen… Sein beleidigter Blick richtete sich in die Menge – dort hatte sich eine Traube gebildet. Er erkannte den alten Zottel, der ihn belehrt hatte. Um ihn herum seine… So war das also. Asrael hatte ihn beschatten lassen? Durchaus amüsant, aber auch erbärmlich… War man denn wirklich so paranoid? Er leckte sich das Blut von den bleichen Fingern und trat elegant aus der auf das Opfer einstechenden Menge, die Stufen herab in das gemeine Volk von Zuschauern. Seine Schritte führten ihn sehr gezielt zu dem ‚Hochelfen’, ohne ihm wirklich Beachtung zu zollen, viel mehr dem, den er in die Mangel nahm. „Veranstaltet ihr hier eine private Feier, ja?“ stellte er entrüstet fest.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Do 09 Apr 2009, 18:27

Es war wie Hausaufgaben machen… Mochte ein dämlicher Vergleich sein, aber es war die Wahrheit. Man hatte ihn hier hochgezerrt und er erledigte die Pflicht, die man ihm damit auferlegt hatte, tat dies auch gewissenhaft und gründlich, empfand aber absolut nichts dabei. Wäre er ein Sadist hätte er nicht den Pfad der Nekromantie wählen müssen. Viel eher waren da doch schwarze Magie und der Kampf mit Waffen, wo man das Leid seiner Opfer richtig spüren konnte, von Nutzen. Ja, das waren tatsächlich seine Gedanken darüber, dass er einem Menschen (zum ersten Mal in seinem Leben) starkes Leid zufügte. Natürlich entwich diesem dabei Leben… aber es tötete ihn nicht, es war nicht diese Tat, die den Tod hereinbat und genau das war sein Problem. Es wäre etwas vollkommen anderes gewesen, wenn er zu denen gehört hätte, die dafür verantwortlich waren diesem Mann das Leben auszuhauchen. Wenn die Augen auf ewig starr wurden, Wärme und Bewegung aus dem Körper wichen… das war es was er sehen wollte. Das war es was ihn faszinierte und was ihn auf diesen Lebensweg gebracht hatte, ebenso waren es die Toten, ob sie nun wieder zum Leben erwachten oder in ihrem Zustand blieben, beides war für ihn bedeutender als jeglicher Schmerz, der wiederum ein Zeichen vom Leben war, also im Grunde das Gegenteil…

Während der Prozedur war ein wenig in diesen Gedanken versunken, sodass er den Tumult etwas entfernt gar nicht bemerkt hatte. Aber nun war ihre Arbeit vollbracht und er legte die Peitsche einfach nieder, wie die anderen auch. Sein Blick blieb zuerst an der weißen Gestalt haften, die ihn auf einmal nun doch hier einfach so stehen ließ. Nicht dass er es ‚schade’ fände, aber… Na ja, spielte auch keine Rolle. Seine Aufmerksamkeit blieb trotzdem an diesem Nekromanten haften, der sich durch die Menge drängelte, weiter nach hinten, während Ker auf dem Weg hinunter von der Bühne war, sich dabei aber Zeit ließ, um einen besseren Überblick zu haben. Nun nahm er auch das Spektakel dort hinten war und das sich an der Atmosphäre eindeutig etwas geändert hatte. Natürlich weckte das seine Neugier und er war beinahe überzeugt, dass, was auch immer es da zu sehen gab, spannender war als die Bühnenshow hier, weswegen er sich auch auf den Weg zum Geschehen machte.

Es dauerte eine ganze Weile bis er sich seinen Weg gebahnt hatte. Natürlich hielt es keiner für nötig ihm Platz zu machen, hätte er auf der anderen Seite jedoch auch nicht getan. Schließlich kam er ein Stück hinter der auffälligen bleichen Gestalt, der er nun sogar folgte zum Stehen und versuchte zu verstehen was hier vor sich ging. Dort war auch das andere ‚bekannte Gesicht’, wenn man es so nennen wollte, der Elf und ein Mensch, augenscheinlich zumindest. Man musste keine Worte gehört sagen, um den Eindruck eines Verhörs zu bekommen. Er selbst gab sich einfach Mühe den Eindruck zu erwecken, dass er gar nicht da wäre.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Fr 10 Apr 2009, 16:17

Seine Augen wahren kaum von dem Schauspiel auf dem Altar zu nehmen doch hatte das weniger mit seinen Augen, seinem Blick oder der Faszination für irgendwas zutun. Nein, er war starr. Ihm war egal wer der Mann war um den sie sich dort gescharrt hatten wie die Geier kreisend, es interessierte ihn nicht der Name. Alles was er wissen musste hatte er bemerkt, gesehen in dem Moment in dem dieses Spielchen angefangen hatte. Einen alten Mann der schon in der Sekunde keine Kraft mehr gehabt hatte als er aus dem Korb gerollt worden war wie ein Stück Vieh, einen alten Mann der aber kaum mehr Wert für die Männer und Frauen hier haben mochte als das was man sonst auf diese Art behandelte. Ein Lamm vor der Schlachtbank. Dennoch wiederholte er leise den Namen den die Kutte hinaus gerufen hatte… während man den Mann mit den grotesken Pferdepeitschen verprügelte. Irgendwann hörte der Mann zu klagen auf, alles was übrig blieb war klägliches Gewimmer, ohne jede Hoffnung darauf irgend etwas damit ändern oder sich selbst damit retten zu können. Roy ballte die Faust, versteckt in der Menge um ihn herum was das Leder seiner Handschuhe ungehört knarzen lies. Wie gern wäre er aufgesprungen, in der Menge nach vorn gerannt und hätte… irgendwas getan um das zu Beenden, um den Mann zu befreien.

Woher dieser Druck in seinem Körper, diese Anspannung. Soviel Nächstenliebe das es seinen Körper zum zerspringen bringen mochte, so hatte er das Gefühl, wartete gerade darauf das er etwas tat und doch lies ihn eine mahnende wenn auch keinesfalls beängstigte Stimme nicht gehen. Er konnte nichts tun. Nicht in diesem Moment, nicht so wie er war und dabei wurde ihm Übel. Seine Hand ballte sich noch mehr, erdrosselten das knarzende Leder. Jeden Moment wollte er los schlagen, würde irgend etwas tun das sein Instinkt ihn gleichzeitig lehrte, gleichzeitig aber verbot. Er wusste er würde irgendwas tun könnten. Er wusste das es etwas gab das er tun konnte… aber was dieses etwas war… wusste er nicht. Sein Arm schnellte nicht hervor, schlug nicht sondern verschränkte sich nur mit dem anderen als würde jede Hand versuchen die andere von einer Ohrfeige abzuhalten während er die Hitze in seinem Unterarm mit der anderen Hand fühlen konnte als wäre sie entzündet von den Kratzern und schrammen die er sich wohl beim Schiffsbruch geholt hatte. Zum Teufel mit diesen Nekromanten.

Er kam wieder zur Ruhe, langsam und soweit das möglich war und er schaute wieder nach vorn während er seinen Drang unterdrückte. Kurz blickte er zur Seite als er etwas hörte… einen unterdrückten zischenden Schrei der im Gequatsche der Menge fast unter Ging, doch konnte er nicht ausmachen woher er kam – noch fiel ihm Asrael auf dessen Magie sich einen weiteren plumpen Wächter beschaffte. Was er jedoch dann erkennen konnte waren die Skelettwächter deren plumpe Bewegungen Kreise in die Menge machten, Brandlöcher im Teppich aus dunklen Kutten hinterließen – so ähnlich wie auf seiner Weste. Einen Moment zu spät bemerkte er das einige Wächter auch in seine Richtung kamen. Langsam fuhr er herum, lies die Arme dabei aus der Verschränkung sinken und fragte sich wohl womit er dieses Unglück verdient hatte. Gut… vermutlich war das eine dumme Frage… er war immerhin einer der wenigen wenn nicht der einzige hier der keinen Genuss aus dieser widerlichen Vorstellung nahm. Seine Augen wanderten über die kahlen Köpfe der grotesken Kreaturen die sich ihm nun wie eine Barriere entgegen stellten. Kurz ging sein nicht zu deutender Blick nochmal zum Altar wo die Dolche nun gezückt wurden. Wenigstens war es für den Kerl bald vorbei. Dann hatte er sich schließlich herum gedreht und blickte auf einen Elfen. Angenommen Dmon und Roy hätten je ein Wort miteinander gewechselt… „Alter Zottel“ hätte sich auch in seinen Gedanken eingebürgert. Allerdings traf für ihn kaum diese Abscheu zu was wohl daran liegen musste das er den Elfen nicht kannte auch wenn er auf bestem Wege war ihn Kennen zu lernen. Ein wenig überrascht schaute er den Mann an und wirkte kaum wirklich beeindruckt von dessen bohrendem Blick als er nur einen Moment damit beschäftigt war die hastig ausgespienen Worte zu verstehen. „So viele Fragen aufeinmal…“ murmelte er und machte den Anschein sehr ungehalten zu sein als sich sein Gesicht wieder in Ernsthaftigkeit verlor als er den Blick nun auf derselben Ebene erwiderte und irgendwo kam etwas in ihm hoch als ihm dämmerte welche Antworten er wohl erwarten… oder eher nicht erwarten würde. „Ich bin Kyro… Das wird euch genügen müssen.“ kam es ihm über die Lippen und er hatte das untrügerliche Gefühl das er damit nicht annähernd so log wie er angenommen hatte, und der Name ihm nicht ganz so zufällig auf die Lippen kam wie er dachte. Doch in dem Moment in dem er sich darüber Gedanken machte hatte er es auch wieder verdrängt. „Ich komme nicht von diesem Kontinent… wie viele bin ich weit gereist.“ und damit hatte er nun wirklich nicht unrecht. „…und ich bin aus dem selben Grund hier wie die meisten: Feiern… und das würde ich jetzt auch gerne wieder tun… wenn ihr es erlaubt, Herr Elf.“ Seine Stimme klang ein wenig heiser wie er selbst fest stellte. Der Marsch durch die Wüste… doch das lies ihn nur… angemessener klingen.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Fr 10 Apr 2009, 18:58

(OOC: @Asra: Ich klär dich in MSN auf, Sanji möchte noch was 'tun' Wink )

…Was zum Teufel lief hier eigentlich ab? Das überstieg seinen ‚Verstand’. Der alte Greis, der da schräg vor ihm stand und seine ranzigen Knochen-Sklaven umherschickte, schien diesen bereits ‚verloren’ zu haben. Es war selten, dass man seine verschmitzten Augen skeptisch aufleuchten sah. Der Nekromant hielt die dürren Arme voreinander verschränkt. Um ihnen herum tobte das ‚Fest’. Nur zwischen Asrael und seiner Geißel schien die Zeit gänzlich stehen geblieben zu sein. Und er stand irgendwo dazwischen, da er mit einem Ohr bei der Feier war (bei den Todesschreien eher gesagt) und mit dem anderen in diesem abstrusen Geschehen, bei dem er völlig ignoriert wurde. Damit konnte er allerdings sehr gut leben, denn er war nicht aufmerksamkeitsgeil. „Ich nehme mal an, alter Mann, der Dunst der Akademien hat ‚euch’ ‚eurer’ letzten Sinne beraubt.“ Hoppla, nun hatte er sogar etwas ganz Schändliches verraten! Daemon zog die Lippen zusammen und richtete seinen Blick zu dem ‚Gefangenen’. Dieser sprach sehr ‚munter’ drauf los. Das interessierte Daemon praktisch alles gar nicht. Er hatte hier ein kleines ‚Hühnchen’ zu rupfen. Man hatte ihm Spione auf den Hals gehetzt – Nun war er am Zuge und allein sein erster Spruch hatte schon geknallt – Er war kein guter Geheimniswahrer.

„Kyro, eh…? Alles klar. Du musst dem alten Zottel ‚verzeihen’, der leidet bereits an akuter Demenz… Das Alter kann so grausam sein…“ Er benässte sich unbeeindruckt die Oberlippe, schwang abwertend die rechte Braue und ließ die Iris auf den alten Hochelfen gleiten. „Ehrlich gesagt bin ich ‚entsetzt’ das ein Gelehrter wie ihr nichts Besseres zu bieten hat, als ein paar knöcherne Salamander, die mir am Arsch kleben und an meinen Fußspuren lecken. Dachtet wohl ich sei blind, was…?“ Gelassen bleiben… Daemon registrierte die Anwesenheit des Knabens, zu dem er nebensächlich sah. Sein langer Arm legte sich um den des Jungens, den er hinüber zu ‚Kyro’ zog. Auch diesem legte er demonstrativ einen Arm um die Schultern und lehnte sich spöttisch nach vorne zu Asrael. „Richtig, Kyro, der sehr, sehr, sehr, sehr… weit gereist ist, will feiern, hast du’s gehört? Und genau darum sind wir alle hier – richtig? Das hier ist ein FEST – Aber davon versteht der alte Zottel offenbar nichts mehr. Das einzige womit der noch Feste in seiner kleinen Fetisch-Kammer feiert sind Kadaver toter Hundewelpen…“ Er war Zeuge dieser Abstrusität! „Also dann, Asra, man riecht sich.“ Triumphierend grinsend wandte er sich ab und zog die Beiden mit sich mit hinein in das Gewühle des Festes. „Bei solchen Kalibern sollte man es sich noch mal sehr genau ‚überlegen’ ob man der Nekromantie beitritt oder nicht… Sollte ich jemals so enden wie der, ist es deine Pflicht mir die Kehle durchzuschneiden, Kyro, dafür, dass ich dich aus der Scheiße gerissen habe… Der Kerl ist pervers, musst du wissen… Der steht auf zarte Jungs wie dich…“ Endlich wieder Normalität hier. Und die perfekte Aussicht auf das Opferfest.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Fr 10 Apr 2009, 19:37

Es blieb dabei, er hielt sich zurück und beobachtete. Was hätte er auch sonst tun sollen? Im Grunde verstand er ja nicht einmal was hier wirklich vor sich ging. Gut, teilweise war das offensichtlich, aber es fehlte die Vorgeschichte. Augenscheinlich hatte der ‚Befragte’ an sich nichts getan… war nur irgendwie aufgefallen, weil er vielleicht nicht so gut ins Bild passte. Wenn es wirklich nur das war, könnte er genauso gut Ziel eines solchen Verhörs werden, nur ein Grund mehr sich zurückzuhalten. Auf der anderen Seite war übertriebene Vorsicht aber sogar verständlich, immerhin lebten viele nicht öffentlich unter den Mantel der Nekromantie, das tat niemand, aber es gab halt zwei Möglichkeiten… In der Öffentlichkeit trotzdem präsent sein und die geheimen Vorlieben verbergen oder im Exil zu leben. Gelegentlich konnte man auch mit einer Mischung aus beidem leben, aber das waren halt die beiden Extreme und wenn er sich richtig erinnerte und er diesen Elfen, der das Verhör führte in der Akademie gesehen hatte, war wohl klar, dass dieser zur ersten Kategorie gehörte und umso vorsichtiger sein musste. Doch was war eigentlich schon das Wort von irgendjemanden wert, wenn es sich gegen einen Mann mit Einfluss stellte? Nun ja, er konnte nur Vermutungen anstellen.

Schließlich kam die Antwort des Blonden, auf die Fragen hin, die man ihm gestellt hatte, ziemlich locker, als habe er tatsächlich nichts zu verbergen. Ob er nun ‚schuldig’ war oder nicht, interessierte Ker eher weniger, für ihn stellte so etwas kaum eine Gefahr da, es gab eh niemanden der sich an ihn erinnerte, weder in seiner Heimat, noch in der Akademie und genauso wenig besaß er einen Ort, an den er zurückkehren konnte. Kurz nach den wenig informativen Worten des einen, folgten jedoch Worte eines anderen, nach wie vor die einzige Stimme hier, die im in gewisser Weise bekannt war. Die weiße Gestalt schien anderer Meinung als er selbst zu sein und tat mehr als sich nur einzumischen. Das hatte den Worten zu folgen jedoch persönliche Gründe, die sich gegen den Elfen richteten… Noch bevor er sich dann jedoch versah, steckte auch der Schwarzhaarige selbst mitten drin, denn erneut griff man nach ihm, zog ihn zu sich, genauso wie ‚Kyro’, wie er sich vorgestellt hatte, und zog kurz danach auch schon vom Ort des Geschehens ab. Einen wirklichen Sinn ergab das nicht, aber ehrlich gesagt, war er froh, dass etwas geschah, auch wenn es ihn in Schwierigkeiten bringen konnte. Ein Feigling war er ja nun nicht, er zog es für gewöhnlich einfach vor nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber ehe Langeweile eintrat… Abschließende Worte verließen die Lippen des augenscheinlich Erfahrensten hier. Sie waren jedoch nicht an ihn gerichtet, somit blieb er bei seinem Schweigen und warf nur einen kurzen Blick auf Kyro, der auf der anderen Seite neben dem Redenden lief und als einziger in dieser ganzen Menge für ihn einen Namen besaß.
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BeitragThema: Re: Altar des Blutes   Sa 11 Apr 2009, 13:15

Sowohl der Verdächtige inmitten seiner Skelettwächter als auch der Jungnekromant, den Asrael bereits kannte, hatten eine offensichtlich VERDAMMT falsche Auffassung der Fähigkeiten des Elfen. Sie schienen nicht mal im Geringsten zu ahnen, dass mehr als 600 Jahre Lebenserfahrung und Kampftraining nicht einmal durch Paranoia oder Sturheit verloren gingen. Asrael musste sich selbst eingestehen, es war äußerst leichtsinnig gewesen nicht vorher um die Meinung der anderen hohen Nekromanten zu fragen bevor er eine Massenschlachtung von Spionen startete.
Als die drei abzogen galt der Blick des Elfen ausschließlich dem Wesen in der Mitte. Dieser schmierige, widerliche Verräter. Er würde für die Andeutungen von Asra's Machenschaften in der Akademie bezahlen. Mit Blut.
Das war sicher.

"Nehmt euch in Acht. Ihr werdet eure Strafe noch bekommen" war der einzige Satz, den der Hochnekromant grinsend von sich gab, gerade laut genug damit Dmon es hören konnte.
Asrael fing den Blick eines anderen Hohen auf. Sie verständigten sich, beide nickten, dann widmete sich jeder wieder den eigenen Angelegenheiten.

Nur sehr widerwillig schlug der Elf eine andere Richtung als die drei Musketiere dort drüben ein. Dafür malte er sich detailliert aus wie er es diesem abscheulichen Wesen heimzahlte, dass er vetrauliche Informationen an potenzielle Spione weitergab. Die Strafe war hoch, Strafminderung war nicht vorhanden. Er hatte sich beinahe sein eigenes Grab geschaufelt als er das Experiment mit dem toten Welpen erwähnt hatte.
So dachte auch der andere Hohe und beriet sich wohl gerade in diesem Moment mit den restlichen Großmeistern darüber.
"Ein herrliches Gefühl wenn man Wesen das Leben aus dem Leib prügeln darf und dabei auch noch Hilfe von ganz oben bekommt...."


OOC : Jah,ich muss dann auch noch was mit dir besprechen,Rauxi xDD
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