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 Das Dorf

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Widdershin
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BeitragThema: Das Dorf   Do 19 März 2009, 22:53

Ein abgelegenes Dorf, deren Einwohner ihren Lebensunterhalt mit Jagd und Fischerei verdienen. Fremde werden hier zwar mit einer gewissen Skepsis gesehen, aber trotzdem freundlich behandelt.
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Kirin
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 08:13

-> Straßen

Das Knarren der Bodendielen war gut zu hören. Jeder Schritt offenbarte sich. Es war angenehm warm, für einen Menschen. Die Tische waren mit niedlichen Decken ausgerichtet, auf denen Vasen voller, blauer Schneeblumen standen. Über dem Feuer im steinernen Kamin köchelte ein kleiner Wasserkessel. Es roch nach gekochten Kräutern. Ein Tee vielleicht? Es war ein gemütliches, kleines Haus.

Kirin hielt nicht viel von solchen Orten. Er zog dunkle Ecken vor, wie Spielunken, Höhlen, Wälder und noch so einiges mehr. Hauptsache, es war verlassen, oder man ging in der bunten Masse unter. „Setzt euch doch“, das Mädchen mit den gläsernen Augen zog den Besuchern die Stühle vor. Danach ging sie zum Schrank, holte drei Tassen aus Porzellan hervor und schöpfte Tee, also richtig geraten, aus dem kochenden Kessel. Er roch nach fremden, aber wohltuenden Kräutern. Auch dafür war ein Vampir nicht zu haben. Man stellte die Tassen vor die Nasen der Gäste. Der Dampf stieg auf. Kirin machte keinerlei Anstalten sich zu ‚setzen’. Nach wie vor dominierte sein gleichgültiger Blick. Lieber steuerte seine Marionette.

Aus ‚Höflichkeit’ setzte er sich dann doch. Die Marionette trank ihren Tee. Kirin missachtete seinen eigenen. So verstrichen viele Minuten. Alles was man hören konnte, was das Ticken der Uhr. Seine starren Augen waren auf den Tisch gerichtet. Kirin schien abwesend zu sein. „Danke, dass ihr mich begleitet habt.“ Richtete das Mädchen tonlos an den Fremden, ohne diesen anzusehen. „Nächtigt hier, wenn ihr möchtet. Ich gehe rauf und ruhe mich ein wenig aus, bis Mutter und Vater wieder da sind.“ Die Marionette verabschiedete sich – und zurück blieben die beiden ‚Männer’. Kirin erhob sich, als lebte er wahrhaftig hier. Er räumte die leeren Tassen fort und zog die Vorhänge der Fenster zu. Sein Amulett wurde schwächer… „Ich sehe nach meiner Cousine.“ Wortlos wand er sich von dem Fremden ab und stieg die Stufen zum Gemach des Mädchens hinauf.

Vor der Tür hielt er Inne. Er spürte sie ruhen. Seine gläsernen Augen waren gen Boden gerichtet. Er musste eine Weile warten. Der Lichtfluss im Zimmer war zu stark… Erneut wandte er sich ab und öffnete die Tür eines folgenden Zimmers. Das Gemach der Eltern. Schräg daneben das Gästezimmer. Dies betrat er. Kein Licht floss. Die Tür wurde geschlossen. Seine Sinne beobachteten beide Gestalten im Haus, während er am Fenster lehnte und ebenfalls den Tagesablauf beobachtete. Das Amulett wurde stärker, füllte er es bei Nacht mit Blut. Am tage war es zu geschwächt…
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Nashiru
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 08:31

>> Stadt - Straßen


Langsam staute sich die kalte Wut in ihm, aber so lange es so war, konnte sie ruhig in ihm verweilen. Es war eh beinahe Dauerzustand. Jedenfalls war das hier eine Situation, wo er nicht wirklich etwas erzwingen konnte, sondern abwarten musste… Abwarten. Ihm war ja noch nicht mal klar, was hier eigentlich wirklich geschah, aber Gefahr sah er für sich nie, auch wenn er kein großartiger Kämpfer war, er war überzeugt davon einfach ‚toll’ genug zu sein, um mit so einer offensichtlichen Situation klar zu kommen. Detektiv spielen wollte er nicht… ihm war egal was mit dem Mädchen geschah, ihm wäre es auch egal, wenn ihr etwas zustoßen sollte. Immerhin hatte der Darkari schon viele Wesen sterben sehen, egal ob es Menschen oder seine eigene Art waren… Manche waren auch durch seine eigene Hand gestorben… Wichtig war ihm wie immer nur er selbst…

Endlich waren sie in dem kleinen Haus angekommen. Bei weitem nicht sein Geschmack. Er war ‚mehr’ gewöhnt, das hier war seiner Meinung nach weniger als das nötigste. Aber da er schon seit langem kein eigenes Heim mehr hatte und die Zeiten seines wahren Reichtums in ferner Vergangenheit lagen (so gesehen war es ja nicht einmal sein eigener Reichtum), hatte er lernen müssen einiges zu akzeptieren, nicht zu mögen, aber damit zu leben. Das Schauspiel, welches sich desweiteren bot, kam ihm auch nicht besser vor. Er hatte nicht vor sich zu setzen, tat dies auch nicht und fühlte sich nur wieder provoziert als dieser seltsame Kerl genau das Gleiche tat. Im Gegensatz zu diesem blieb er aber dabei, setzte sich nicht und rührte den Tee nicht an. Irgendwann schien es regelrecht als wäre er ein Einrichtungsgegenstand hier. Ein äußerst geschmackvoller, verstand sich. In vollkommener Stille und allein stand er im dunklen Zimmer. Allein die Tatsache war seltsam. Er sah allerdings äußerst gut und nutzte die Zeit letztendlich… indem er ein paar Schubladen durchkramte, wobei er nicht nach Tagebüchern, sondern nach Wertgegenständen suchte. Natürlich war das etwas, was ihm im Grunde widersprach, ein schäbiger Dieb… aber zum Wohle des bisschen Luxus, den er sich immer mal wieder gönnte (eigentlich fast nur in Form von Kleidung), musste das hin und wieder sein… Bevor jemand herunterkommen würde, hätte er schon alle Spuren seines Suchens beseitigt. Wirklich etwas zu holen gab es hier eh nicht.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 08:41

Es wurde Abend. Und nichts in diesem Haus schien sich zu regen. Das Mädchen schlief tief und fest. Die Fäden, die sie kontrolliert hatten, waren fort. Im Untergeschoss plünderte jemand die einzelnen Schubladen. Es war der fremde Darkari. Im Gästezimmer herrschte eine beunruhigende Totenruhe. Der Vampir hatte sich seit Stunden nicht vom Fleck gerührt. Wie aus Elfenbein gemeißelt, stand das Geschöpf am verhangenden Fenster seinen Posten und hüllte sich in einer leidenschaftlich beachtlichen Geduld. Dessen empfindliche Sinne warteten allein auf den Anbruch der Nacht. Der Abend hatte etwas Angenehmes an sich. Natürlich gab es keine Eltern, die diesen Vorgang stören würden. Die Gedanken des Mädchens hatten derer Tod offenbart und zwei schöne Gräber im Hinterhof des Hauses. Die Jungfrau lebte allein und verbarg sich hinter Blumen, um ihr Gesicht vor der Realität zu verbergen. Kirin würde ihr ihren sehnlichsten Wunsch, den Wunsch fern dieser grausamen Welt zu sein, erfüllen. So war er doch ein gnädiges Geschöpf.

Seine Gedanken waren nirgendwo. An keinem Ort, der fassbar wäre. Er befand sich in einer gedankenlosen und leeren Stille. So trug auch der Verlauf der Zeit keinerlei Bedeutung mehr. Als Vampir lernte man, die Zeit gänzlich zu ignorieren, denn sie hatte keinen Einfluss mehr auf den toten Körper. Nach einer Weile kehrte Leben ein. Das Mädchen war erwacht und verließ ihr Zimmer. Sie ging hinab in das Untergeschoss. Kirin öffnete seine Augen und befand, dass es nun an der Zeit war. Der Abend hatte sein Amulett gestärkt. Die Nacht wäre besser gewesen, doch im Grunde war es dasselbe und er wäre früher wieder fort aus diesem Dorf. Von unten her war ein Schrei zu ertönen. Das Mädchen erkannte einen Fremdling.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 08:54

Es interessierte ihn nicht was da oben geschah. Vieles war möglich… doch vorstellen wollte er sich nicht und es hatte ja auch keinerlei Bedeutung. Viel mehr waren seine Gedanken darauf konzentriert hier irgendetwas zu finden… irgendwelchen Familienschmuck oder solchen Kram. Aber nichts kam dabei raus. Gut, das mochte das falsche Zimmer dafür sein, es wäre vielleicht besser oben zu suchen, aber das wäre zu offensichtlich. Letztendlich ließ er tatsächlich alles zurück wie es zuvor gewesen war und ließ sich nun doch auf dem Stuhl nieder, der immer noch hervorgeschoben war, so wie man es für ihn vorbereitet hatte. Seine violetten, kalten Augen richteten sich auf den ebenso erkalteten Tee… Langsam wurde es Nacht, eigentlich hätte er sich etwas zum Übernachten suchen sollen, aber nun waren so weit von der Stadt weg. Ein Tag ohne Schlaf war auch nicht weiter dramatisch, begeistert war er jedoch nicht.

Nach einer schieren Ewigkeit wurde die absolute Stille unterbrochen. Jemand kam die Treppen herunter. Auch in der Finsternis erkannte er das junge Mädchen bevor sie das Zimmer mit Licht erhellte und sich seine Pupillen zusammenzogen. Sie starrte ihn ungläubig an, wechselte dann jedoch zu entsetzen und schrie los. Sowas hatte ja passieren müssen. Genervt stand er auf, stützte sich mit einer Hand auf den Tisch auf und legte die anderen an den Degen, den er an seinem Gürtel unter dem Mantel trug. „Verdammt, sei still, ich hab empfindliche Ohren… Was ist überhaupt dein Problem? Ach, ich frag gar nicht weiter…“ Wenn sie noch mehr Tammtamm machen würde, müsste er sie ruhig stellen, bevor das ganze Dorf vor der Tür stand. Doch er hielt inne, als sich die dritte Gestalt im Bunde näherte… Vielleicht musste er sich die Hände nicht schmutzig machen oder es doch gleich zweifach tun, auch wenn das vielleicht nicht solch ein gemütliches Unterfangen wäre, wenn der Fremde wirklich etwas mit dem Geschehen hier zu tun hatte, was ja den Anschein machte.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 16:17

Alles, was er letztendlich tun musste, war dem Lärm zu folgen. „Wer seid ihr?! Was tut ihr hier?! Ich rufe die Wachen, wenn ihr nicht sofort verschwindet!“ Die ‚liebreizende’ Stimme der jungen Frau drang bis hinan an seine empfindlichen Ohren, als er lautlos die Treppen zum Untergeschoss herabstieg. Was für ein Anbruch der Nacht… Nun erblickte die Hausbesitzerin auch den zweiten ‚Gast’ und erschrak noch mehr. Vergeblich sah sie zwischen den beiden Männern hin und her, ehe sie an die Wand rückte und sich die Hände an die Brust hielt. In der Luft lag der Duft von Furcht. „Wie seid ihr hier reingekommen?!“ zeterte sie. Kirin schenkte dem Darkari einen kalten Blick und glitt förmlich an diesem vorbei auf das Mädchen zu. Ihre Augen verbohrten sich in seinen Blick. Dann, ein zweites Mal, sackte sie in sich zusammen und schien wieder die Ruhe selbst. Nachdem dies erledigt worden war, drehte er sich nun zu dem Darkari herum, um bei diesem genau dasselbe zu tun. Dabei starrte er ihm wortlos in die Augen und kümmerte sich zum ersten Mal darum, wie viel Einfluss er auf diese Gestalt nehmen konnte.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 17:38

Wäre sie schlau gewesen, hätte sie die Wachen sofort gerufen oder es versucht, wobei ihr das auch nichts gebracht hätte, aber dieses Drohen war nur noch lächerlicher. Es war immer wieder unschön, wenn es einen weiteren Ort gab, an dem er sich nicht sehen lassen dürfte, aber es wäre trotzdem nicht das erste Mal, dass er nach so einem Aufstand entkam, ohne einen Kratzer davon getragen zu haben. Auch wenn er es mit Stadt- oder Dorfwachen eher selten zu tun hatte, es waren am Ende Menschen, sie waren ihm gnadenlos unterlegen, allein wegen dem paar großer, weißer Schwingen auf seinem Rücken, die nicht nur zur Zierde dienten.

Nun kam auch der andere ‚Eindringling’ von oben herunter. Es Bewahrheitete sich, dass das Mädchen ihn nicht kannte, ihre Reaktion war ja wohl kaum missverständlich. Das bedeutete wiederum, dass vorher irgendetwas ‚manipuliert’ worden war… und wer außer diese fragwürdige Gestalt sollte dafür verantwortlich sein. War es nicht langweilig mit Menschen zu spielen, wenn man sie nach Lust und Laune manipulieren konnte? Eigentlich… hätte er es wohl begrüßt, wenn er selbst solche Fähigkeiten hätte, das würde sein Leben einfacher machen, aber der Punkt war, dass dies nicht der Fall war und es somit auch nichts Gutes hatte. Wie zum Beweis fiel das Mädchen nun wieder in sich zusammen, sackte auf den Boden und hielt endlich wieder die Klappe. Ihm hatte man hingegen wieder nur minimale Beachtung geschenkt, unerwarteter Weise, richtete man den Blick erneut auf ihn. Doch das war mehr als ein Blick, das spürte Nashiru sofort. Etwas versuchte sich in seinen Kopf einzuschleichen… Man war also der Meinung, dass man mit ihm genauso einfach verfahren konnte wie mit einem dummen Menschenmädchen? Keinesfalls. Der Wille des Darkaris war stark, denn er war es gewohnt diesen immer durchzusetzen. Zwar mochte es stimmen, dass er nicht perfekt war und auch Schwächen besaß, die er sich niemals eingestehen würde, aber Durchsetzungsvermögen war sicher das Letzte woran es ihm fehlte.

Seine Augen verzogen sich zu Schlitzen und ein Zischen drang durch seine Lippen. „Mach dich nicht lächerlich…“ Trotz allem war er ja nicht immun gegen diese ‚Attacke’. Es war anstrengend sich dagegen zu wehren und sein Kopf schmerzte bereits. Augenscheinlich war da jemand gut in dem was er tat, nicht dass er beeindruckt wäre. Viele Gedanken darüber wen er da vor sich hatte, konnte er sich unter diesen Umständen auch nicht machen. „Ich war doch eh nicht dein Ziel. Ich halt dich von nichts ab.“ Demonstrativ machte er einen Schritt zurück, breitete dabei seine weißen Flügel aus und zog sie wieder an seinem Rücken an. Sie waren wieder trocken und warm, immerhin.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 17:48

Etwas stimmte nicht. Der Vampir zeigte kein Erstaunen. Obgleich es nicht häufig war, Kreaturen mit einem ‚festen’ Willen zu begegnen. Er nährte sich von Menschen. Diese waren von Natur aus schwach in allem was sie taten, dachten und glaubten. Ihr Armutszeugnis war jenes, sich an Götter zu klammern. Ein Vampir benötigte keinen Gott. Er war sein eigener Herr und wusste sehr genau, wohin er ging, sollte er sterben – In die Welt der Finsternis und Dämonen. Und statt sich davor zu fürchten, akzeptierte er es einfach, ohne dabei den Verstand zu verlieren. Darkari waren anders als Menschen – doch nicht unbedingt besser. Im Grunde war dies hier mehr als ein gewöhnlicher Darkari, derer Spezies Kirin sehr genau bekannt war. Es war ihm von Anfang an aufgefallen. Nur hatte er nicht sagen können, was es war. Der Fremde trug kein Alter in sich. Nichts, was an Kirin Alter herankäme. Dennoch war das Alter kein Zeugnis von Weisheit und Unsterblichkeit.

Er spürte, dass die Versuche sich zu wehren schwächer wurden. Man war gewappnet – jedoch nicht auf Dauer. Für Kirin war dieses Spiel ein Leichtes. Er musste sich nicht anstrengen. Er hätte es über Stunden tun können und in die Länge ziehen können. „Das spielt keine Rolle“, gestand er, ohne dass sich dabei seine Mimik verzog. „Was glaubst du macht dich wertvoller als all meine anderen Opfer, dass mich dazu bewegen könnte, dich am Leben zu lassen?“ Gar nichts.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 18:09

Ihm war durchaus bewusst, dass er das nicht ewig aushielt, sonst hätte er gar nichts gesagt und einfach weiter ‚mitgespielt’. Am besten wäre es gewesen, wenn man auf seine Worte eingegangen war, aber so blind, dass er daran noch fest glaubte, nachdem man ihn die ganze Zeit so abfällig angesehen hatte, war er nun auch nicht. Ohne den Kopf zu wenden sah er sich… Eine andere Möglichkeit wäre es einfach durch das Fenster zu verschwinden, dieses war allerdings geschlossen und somit war das nicht ganz ungefährlich. Einerseits machte er sich lächerlicher Weise Sorgen um feine Narben auf seiner hellen, glatten Haut und auf der anderen Seite war die ernsthafte Gefahr, dass seinen Flügeln etwas geschah und wenn er erstmal aus dem Fenster wäre, wären genauso sie ein Fluchtwerkzeug. Am Ende würde der andere nicht über endlos Weiten Kontrolle ausüben können und dann würde er sich zwischen dem Mädchen und dem Darkari entscheiden müssen. So stolz wie Nashiru auch sein mochte, sein Leben war ihm heilig und er hatte keine Definition von ‚Ehre’, wie es bei jedem anderen der Fall war. Hauptsache er unterlag nicht.

Doch noch bevor er irgendetwas umsetzen konnte, erhob man das Wort an ihn und seine Mimik erstarrte etwas. Das waren natürlich Worte, die er gar nicht gerne hörte. Aus seiner Sicht war diese Frage natürlich ein Frevel. Auf der anderen Seite… hatte er so etwas noch nie beantwortet. Natürlich weil er meistens nicht gemusst hatte, aber diese wenigen Worten lösten sehr viel in ihm aus. Vor allem weckte es etwas in ihm, was anders war zu seinem üblichen Selbst, etwas, was trotzdem ein wichtiger Teil in ihm war, denn ohne das, stände er heute nicht hier. Sein Blick senkte sich, untypischer Weise. „Du musst blind sein, um das nicht zu erkennen“, antwortete er tonlos. Sein Kopf wurde langsam mürbe, viel Zeit blieb ihm nicht. Nach dem er nun eine Weile bewegungslos gestanden hatte, zog er mit einem Male blitzschnell seinen Degen und wandte nun die aggressive Variante an. Ein einziger Schlag mit den kräftigen Flügeln reichte aus, um ihm genug Schub zu geben, um auf den anderen zu zukommen, den Degen genau auf den überheblichen Mann gerichtet. In solchen Fällen hatte er sich noch nie anders zu helfen gewusst, bereits als er noch einen anderen Namen getragen hatte, war es so gewesen. Für ihn war es Tatsache, dass er etwas Besonderes war. Wenn man nun aber nach handfesten Beweisen dafür suchte, wurde eher offensichtlich, dass er ein egoistischer Schmarotzer war und niemandem etwas brachte, nicht einmal sich selbst. Doch von dieser Einsicht war er weit entfernt. Das was ihn hervorhob war am Ende die Tatsache, dass er etwas nicht akzeptieren würde, niemals ‚unbedeutend’ zu sein und er niemals an sich zweifelte, auch wenn er allen Grund dazu hatte. Auch in diesem Moment mochte er ein Risiko eingehen, aber er würde es einfach nicht zulassen, dass er starb. Er fühlte sich allerdings inzwischen extrem schwach… der Einfluss, den man auf ihn nahm, musste umgehend enden.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 18:25

Menschen bezeichneten dies als eine ‚armselige’ Konservation, oder schlechte Verteidigungsversuche seitens des Darkaris. Doch Kirin war kein Mensch. In seinem Herz fegte der Wind kalter Wüsten. Seine Frage war bereits beantwortet worden, ehe er sie überhaupt gestellt hatte. Nun zog man die aggressive Konfrontation vor. Der Vampir war in keiner Weise amüsiert. Seine Augen leuchteten erhaben und überschaubar. Verbindung zu dem Mädchen zu halten, war für einen Vampir kein Problem – So wie er auch Ghouls kontrollieren konnte, mehrere auf einem Haufen. Sie mochten willenlos sein, doch so lernte man mit der Mehrtechnik umzugehen. Im Grunde war der Darkari dem Tode geweiht. Dieses Haus war nicht dessen Terrain. Seine Flügel nutzten ihm nichts. Sein Degen nicht mehr als ein letzter Hilfeschrei, der Würde und Stolz aufrecht erhalten sollte. Er mochte über 3000 Jahre alt sein, dennoch hatte er nicht vergessen, solche ‚Eigenschaften’ mit der Eitelkeit seines Familienstamms zu verknüpfen. Äußerst ungesund für den Darkari…

„Armselig…“ Die ausdruckslose Stimme des Vampires schnitt sich durch das Geräusch von raschelnden Flügeln und einem rasselnden Degen. In seinen zierlichen Händen hielt er immer noch den hölzernen Fächer. Kirins Augen blitzten schlagartig auf. Er hob den Fächer und riss mit unsichtbaren den Degen herum – mit der Spitze auf das Gesicht des Darkaris zulaufend. Wenn es dem Narr nahe lag sich mit Kirin auf solch primitive Ebene zu messen, so sollte ihm sein Wunsch gewährt werden. Seine Telekinese war und blieb nicht zu unterschätzen. „Glaubst du wirklich, ich hätte deine Anwesenheit bedingungslos bewilligt? So wie du hier nun stehst, stehst du genau richtig.“ Machte er den Darkari mit zärtlich fröstelnder Stimme darauf aufmerksam und ließ sich die Spitze des Schwertes in dessen Kinn bohren. „Ich erkenne gar nichts. Nur eine schwächliche Kreatur, geformt von schwächlicher Natur. Ich frage mich, was die letzten Sekunden deines Egos empfinden würden, wenn es mit ansehen muss, wie du scheinheiliger Gockel dir selbst gegen deinen Willen die eigene Kehle aufschlitzt.“ Seine gnadenlose Gabe führte die Klinge des Schwertes an die Kehle des Geschöpfes. Das Mädchen gab keine einzige Regung von sich… es schlief.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 18:49

Ihm war klar, dass sein Verhalten wahnwitzig war… aber solches Verhalten hatte ihm bisher in Momenten, denen er entkommen wollte, genau das ermöglicht. Allerdings hatte er es diesmal nicht mit einem schwachen Menschen zu tun… Was auch immer dieser Kerl dort war… diesmal war gar nichts mehr einfach. Natürlich war es kein Wunder, dass Nashiru sich irgendwann selbst das Genick brechen würde, allein durch die Art wie er sich gab, das war sogar ihm bewusst. Allerdings war ihm das auch irgendwo unterbewusst lieb. Es war besser als von jemand anderem getötet zu werden, besser als langsam an Krankheit oder Alter zu sterben. Trotzdem sehnte er sich keinesfalls nach dem Tod. Es war einfach nicht… die richtige Zeit um zu sterben, er fühlte sich nicht bereit. Man machte seinen Kopf wirklich mürbe, allein, dass er solche Gedanken hatte, in den wenigen Sekunden, in denen er seinen ‚Angriff’ ausführte und bevor man diesen wiederum abwand.

In dem Moment, wo er die Kontrolle über seinen eigenen Körper verlor, hielt er die Luft an und schon im nächsten hielten die eigenen Hände seinen Degen an sein ‚wertvolles’ Gesicht. Das, was diese Situation so grausam machte, war dass jeder dieses Ergebnis hätte vorhersagen können, auch er selbst. Aber er hatte seine minimale Chance nutzen wollen, egal wie die Konsequenzen aussahen. Man gab sich ihm gegenüber immer noch absolut überlegen. Gut, das mochte man auch sein… trotzdem ‚nervte’ es ihn immer noch. Langsam fing er an das Ganze ironisch zu sehen… immerhin hatte er sich immer genauso aufrecht sterben wollen, wie er durch die Gegend spazierte, auch wenn er sich immer noch nicht damit abfinden wollte. Die Kräfte hatten seinen Körper jedoch verlassen, man hatte ihn vollkommen unter Kontrolle. Sein Geist wiederum gehörte noch ihm. „Das fragst du dich, obwohl du doch alles sehen kannst? Eigentlich hab ich immer gedacht, dass wenn jemand das Recht haben sollte mich zu töten, wäre ich das selbst, auch wenn ich mir das nicht so vorgestellt habe und nicht jetzt. Und mal davon abgesehen, glaubst du, dass ich einfach so blauäugig hinter dir hergelaufen bin, ohne zu ahnen, dass es mein Verderben sein könnte? Vielleicht ist es Schicksal?“ Er schnaubte spöttisch. Man konnte ihn erniedrigen, er war auch leicht in seinem Ego zu verletzen. Aber irgendwann kam er an den Punkt, wo er dafür stand was er war, auch wenn er vielleicht armselig sein mochte, das war alles Ansichtssache. Das Angesicht des Todes war es nicht, welches seine wirkliche Schwäche hervorlockte, auch wenn seine Augen trotz seiner Worte weniger hart waren als sonst.
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 19:18

Kreaturen, vom Licht, oder der Finsternis erschaffen, erwachten nicht nur nach ihrem ‚Schlaf’ und einem süßen Traume. So geschah es auch, dass sie ihm gewöhnlichen ‚Alltag’ erwachten. Das Leben war ein einziger, großer Traum und das Gehirn der Apparat dazu. Sobald sich im Leben etwas ‚festfuhr’, zum Beispiel Reichtum und Wohlhaben – ein ewiger Kreislauf des gemütlichen und überheblichen Daseins, so konnte es vorkommen, dass man aus diesem ‚Traum’ erwachte, indem eine höhere Macht das Glück zerschmetterte. Und so verhielt es sich auch mit dem vermeintlichen Stolz… Kirin rührte sich keinen Millimeter. Seine berechnenden, gewissenlosen Augen waren einzig und allein auf den Darkari gerichtet – vorliebend auf dessen Kehle.

„Faszinierend Schlussfolgerung. Auf einer Seite scheinst du wirklich anzunehmen, dass ich mehr als zwei meiner Sinne an ein Geschöpf wie dich vergeuden würde, auf der anderen Seite sprichst du davon, dass du dich lieber selbst umbringen würdest – Jedoch gibst du zu, mir bewusst gefolgt zu sein, in dem Wissen, einer mehr als unangenehmen Situation wie dieser hier zu begegnen, ohne sich aus ihr befreien zu können… Wie kann man diese bizarre Konfusität nur miteinander kombinieren, so, dass sie wieder Richtigkeit erhält?“ Noch ehe Kirin geendet hatte, schnitt die Klinge des Degens durch die weiße, zarte Kehle des Darkaris. Blut schoss hervor und spritzte über Tisch, die schönen Deckchen und den Dielenboden. Im gleichen Zuge ließ der Vampir von seinem Opfer ab, welches zu Boden fiel. Er wandte sich seinem eigentlichen Opfer zu, ohne auch nur einen Funken Reue zu zeigen. Sein Kimono wölbte sich leicht, als er vor dem jungen, schlafenden Mädchen in die Knie ging und ihr Kinn mit Hilfe seines hölzernen Fächers anhob. So schön und rein wie eine junge Schneeblume… Dieses Mädchen, mit einem schwachen Willen und der Sehnsucht nach ewigem Schlaf, würde seinem Amulett besonders köstliche Macht verleihen. Er hatte keinen Hunger… Hier ging es um ‚Geschäftliches’.

Ohne auch nur mit sensiblen Fingerspitzen an die Sache ranzugehen, schnitt er dem Mädchen mit seinem Fächer die Kehle auf. Sie schlief weiterhin und spürte rein gar nichts davon… Eine Gnade, die keine Selbstverständlichkeit war. Sie würde sterben, ohne es auch nur zu bemerken. Seine zierlichen Hände zogen ein goldenes Amulett, besetzt mit Rubinen unter dem Kimono hervor und schraubten den kleinen Deckel ab. Blut betropfte das Amulett – und floss in dieses hinein. Es dauerte eine Weile, bis es ausreichend gefüllt war. Ungefähr so lange, bis der Körper des Mädchens so viel Blut verloren hatte, dass es nicht mehr zu retten war.

Geschafft… In diesem Moment ertönte ein Pochen an der Tür. „Hanna? Bist du da? Du hast uns deine beiden ‚Gäste’ gar nicht vorgestellt.“ Man hörte das Lachen und Kichern junger Mädchen. Offenbar waren es Freunde des Opfers. „Hanna?“ Allmählich klangen die Stimmen besorgt. Im Haus brannte Licht, doch niemand öffnete. Kirin wusste nun, dass es an der Zeit war zu gehen. Er erhob sich geschmeidig, schob das Amulett zurück unter sein blaues Kimono und öffnete das Fenster zum Garten – Geräuschlos verschwand er in der Nacht.

-> Hakuma Wald
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BeitragThema: Re: Das Dorf   Do 09 Apr 2009, 19:55

Warum sollte alles einen Sinn haben? Für ihn zumindest gab es nirgends einen festen Sinn… Das Leben hatte keinen Sinn, höchstens den einen Sinn für sich selbst zu finden und das hatte er nie getan. Seine Existenz brachte auch niemandem etwas ein, nur ihm allein, wenn man das wirklich so sagen konnte. Jedenfalls hatte er lediglich Tatsachen geschildert, es war sinnlos nach einer Verbindung zu suchen, nach irgendeinem Motiv seinerseits. Sein Leben bestand nur daraus irgendetwas zu tun, ob sinnvoll oder nicht, natürlich war das auch mit überleben verbunden, aber niemand konnte einen garantieren, dass nicht schon der nächste Tag der eigen Todestag wäre. Wenn das möglich wäre, hätte das alles erst recht keinen Sinn. Es war allerdings ironisch… ein Verbrecher, von der eigenen Rasse gesucht und auch in einigen anderen Teilen des Kontinents als Mörder und dergleichen bekannt, da er keine Moral besaß, der von jemanden umgebracht wurde, der augenscheinlich ein ähnliches Leben führte, anstatt der ‚Gerechtigkeit’ zum Opfer zu fallen. Wo war da bitte der Sinn?

Von einer Sekunde auf die andere, wurde es jedoch war. Er spürte wie di eigene Klinge sich durch die weiche Haut seines Halses schnitt und es nicht mehr aufzuhalten war. Seine Hände griffen nicht einmal nach der eigenen Kehle, wie es jemand unter normalen Umständen getan hätte. Er ließ nur den Degen fallen und sah wie sich das eigene Blut vor ihm auf die Einrichtung verteilte. So hatte er sich das sicher nicht vorgestellt, nein, eigentlich hatte er sich so etwas generell nicht vorgestellt, aber es war zu spät, vor seinen Augen wurde es nur noch schwarz, es ging u schnell um wirklich an etwas zu oder Schmerz zu fühlen. Es verging einfach alles und Finsternis umgab ihn, da er ohnmächtig wurde, noch bevor er starb.

Warum hatte er nicht einmal jetzt Ruhe? Hektik umgab ihn, Stimmen… oder zumindest so etwas ähnliches, viele Geräusche. Alles erschien so unwirklich, aber Tatsache war, dass sein Körper rastlos und erschöpft war, so wie noch nie zuvor. Ein Gefühl als habe man ihm alle Energien ausgesaugt, den Verstand, die Wahrnehmung, den Geist… Aber ihn umgab etwas. Irgendwelche Wesen, die Geräusche von sich gaben, die durch einen undurchdringlichen Nebel wahrnahm. Irgendetwas geschah mit seinem Körper, so fern er noch einen hatte. Man doktorte irgendwie an ihm herum, wozu noch? Warum wusste er nicht, aber er hatte das Gefühl, dass es nicht mehr nötig wäre… zu spät.

Mit einem Schlag riss er seine Augen auf. Zuerst sah er nur verschwommen und nahm sogar an er wäre blind. Da waren wieder diese Geräusche… Es lag auch ein seltsamer… ein widerlicher Geruch in der Luft. Seine Sinne wurden langsam klarer, viel zu langsam, er verstand nicht. Was war geschehen? Wo war er? Und wieso war er hier, wieso erinnerte er sich nicht? „Legt Euch doch bitte wieder hin, Ihr müsst Euch ausruhen.“ Die Geräusche nahmen nun eine Form an, es waren Stimmen, Worte, man sprach zu ihm. Auch seine Augen offenbarten ihm nun klare Sicht… Er war in irgendeinem Haus, einem, das e nicht kannte. Um ihn herum standen Menschen und es roch nach widerlichen Kräutern, Medizin… Magie lag in der Luft. Ganz ohne zu wissen warum führte er die eigene Hand an seine Kehle und umfasste sie. Zuerst war es schon verwunderlich für ihn, dass er seine Hand bewegen konnte. An seinem Hals war nichts Ungewöhnliches, so fühlte es sich zuerst an. Doch dort war etwas, was dort nicht sein sollte, auf der glatten, bleichen Haut des Darkari… Es war eine Narbe, groß und breit, deutlich spür- und sicher auch sichtbar. Die Erinnerungen schossen wieder in ihm hoch… alles was geschehen war. Ruckartig stand er auf, ohne auf die Menschen, die auf ihn einredeten und versuchten ihn wieder ins Bett zu drücken. Ohne einen Ton zu sagen, schlug er die Hände weg und verließ das Haus, in dem man ihm das Leben gerettet hatte. Dank? Er hatte nicht darum gebeten. Seine weiße Kleidung war durch und durch mit dem eigenen roten Lebenssaft durchtränkt.

Kaum stand er draußen in der frischen Nachtluft, es mussten gerade mal wenige Stunden vergangen sein, hielt er kurz inne und sah sich um. Es war dasselbe Dorf, er erkannte die Umgebung wieder. Somit wusste er auch wo sein Ziel lag. Ohne Umwege schritt er zu dem Haus, der Ort seines ‚ersten Todes’ und betrat es, ohne das, was sich ihm bot irgendwie zu beachten. Er nahm einfach seinen Degen, der immer noch auf dem Holzboden lag und verließ das Gebäude wieder. Erst jetzt hielt er inne. Seine Gedanken waren nicht klar… Er war tot gewesen oder vielleicht auch nicht… er wusste es nicht. Es spielte auch keine Rolle, denn er stand nun nur hier da, weil Menschen ihm bedingungslos das Leben gerettet hatten. Menschen waren einfach dumm und lächerlich… Sie fühlten sich besser, wenn sie anderen halfen, ohne etwas dafür zu bekommen. Was sollte er nun tun? Einfach tun als wäre nichts gewesen… Nein, das konnte er nicht. Denn er trug ein Zeichen dafür, was gewesen war.

Dieser Mann konnte noch nicht weit gekommen sein… Aber warum machte er sich darüber Gedanken? Was wollte er? Gleich noch mal aufgeschlitzt werden? Wiederum konnte er das nicht so auf sich sitzen lassen. Viele hatten versucht ihm etwas anzutun, niemand hatte es je geschafft, bis auf diese eine Person. Trotzdem hatte er nichts davon diesem noch einmal in Arme zu laufen… Alles andere erschien ihm jedoch genauso sinnlos. Ihm war zwar bewusst, dass er schwach und sich wirklich ausruhen sollte, aber das konnte er so nicht. Also breitete er die Flügel aus, begann mit ihnen zu schlagen und das Dorf über den Luftweg zu verlassen, um sich in der Umgebung umzusehen.

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